Ich hab´noch einen Stern in Berlin: Sir Ken Adam und Klaus Wowereit 2012 (Bild: Thomas Schmidt, CC BY-SA 3.0)

Ken Adam ist tot

Ohne ihn hätte James Bond das Sex Appeal eines Horst Tappert (nichts gegen Derrick ….): Sir Kenneth Adam wurde 1921 als Klaus Hugo Adam in Berlin geboren, 1934 emigrierte seine Familie nach Großbritannien. Dort studierte er zunächst an der Bartlett School of Architecture, ehe er – noch ohne britischen Pass – bei der Royal Air Force Jagdflieger wurde. Berühmt wurde er Jahrzehnte später als Designer von Filmsets: Neun James-Bond-Filme, angefangen bei „Dr. No“ (1962) bis „Moonraker“ (1979) spielen in Adams‘ Interieurs. Auch der „War Room“ in Stanley Kubricks „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“, entspringt seiner Phantasie. Und für Kubrick wandelte Adam 1975 in „Barry Lyndon“ ausnahmsweise auch einmal auf historischen Spuren.

2012 hatte der zweifache Oscar-Preisträger sein komplettes künstlerisches Werk mit über 4.000 Grafiken, Modellen und Filmfotos der Deutschen Kinemathek übergeben. Noch vergangenes Jahr warf diese mit einer Ausstellung einen Blick auf das Werk des stilbildenden (Film-) Künstlers. Gestern verstarb Ken Adam in London im Alter von 95 Jahren. (db/kb, 11.3.16)

Ich hab‘ noch einen Stern in Berlin: Sir Ken Adam und Klaus Wowereit 2012 (Bild: Thomas Schmidt, CC BY-SA 3.0)