Köln: Und es bewegt sich doch

Köln, Geschäftshaus Hohe Straße 124-126, "Licht und Bewegung" von Otto Piene (© Raimond Spekking/CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons))
Köln, Geschäftshaus Hohe Straße 124-126, „Licht und Bewegung“ von Otto Piene (© Raimond Spekking/CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons))

Kinetisch kommt vom griechischen „sich bewegen“. Dann wäre kinetische Kunst, Kunst die sich … In der Hohen Straße rührt sich die Installation „Licht und Bewegung“ leider seit Jahrzehnten nicht mehr. Sie stammt vom Künstler Otto Piene (1928-2014), der vor wenigen Monaten verstorben ist. Piene gründete 1961 mit Günther Uecker die Gruppe ZERO: Kunst müsse von einem Null-Punkt aus neu starten. Bekannt wurde Piene vor allem durch kinetische Arbeiten wie „Lichtballett“.

Seine Kölner Installation setzte er 1966 an das sog. Wormland-Haus. Vor der metallisch strukturierten Fassade drehten und reflektierten die Aluminium-Kugeln nach einem ausgeklügelten Plan. Bis der Stillstand kam – doch nun sieht sich die Initiative (darunter die langjährige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner) zur Wiederbelebung der Installation kurz vor ihrem Ziel. Der Motor sei grundsätzlich intakt, es fehle nur ein Steuerungselement. Schock-Werner zeigte sich gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger optimistisch, dass noch in diesem Jahr das Licht wieder in Bewegung gerate. (kb, 30.7.15)