Krayl: Buntes Magdeburg, Bild: Julius Reinsberg

Krayl und das Bunte Magdeburg

Krayl und das Bunte Magdeburg

Krayl: Buntes Magdeburg, Bild: Julius Reinsberg
In der Otto-Richter-Straße wurde das Bunte Magdeburg rekonstruiert (Bild: Julius Reinsberg)

Anfang der 1920er Jahre sorgte die Stadt Magdeburg architektonisch für Aufsehen. Mit Bruno Taut war ein Baurat angetreten, der die Stadt an der Elbe in eine moderne Kapitale zu transformieren versprach. Besonders sein avantgardistisches Programm zur farbigen Fassadengestaltung brachte ihr überregionale Bekanntheit ein, bald sprach man nur noch vom „Bunten Magdeburg“. Maßgeblich verantwortlich für diese Kampagne war Tauts Mitarbeiter Carl Krayl.

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg widmet dem Werk des Architekten mit der Schau „Bunte Stadt – Neues Bauen. Die Baukunst von Carl Krayl“ nun erstmals eine eigene Sonderausstellung. Krayl machte sich nicht nur während der vergleichsweise kurzen Amtszeit Tauts (1921-24) einen Namen als moderner Baumeister. Als freier Architekt plante er eine Reihe bedeutender Bauten der Magdeburger Moderne, darunter das Gebäude der AOK, das Gewerkschaftshaus, das Oli-Kino oder Teile der Siedlung Cracau, der Curie-Siedlung und der Gartenstadt-Kolonie Reform. Die Ausstellung beleuchtet seine Arbeit in historischen Zeichnungen und Fotografien sowie realen und virtuellen Modelle. Sie ist bis zum 12. Februar 2017 zu sehen. (jr, 28.10.16)