Kurt Ackermann ist tot

Williamsburg-Bridge (Bild: Glabb)
Selbst in New York kommt man am Werk von Kurt Ackermann nicht vorbei, der Ende der 1980er Jahre die Williamsburg-Bridge über den East-River sanierte (Bild: Glabb)

„Kurt Ackermann war ein Mann mit Haltung“ – so der Grafiker Klaus Staeck für die Akademie der Künste zum Tod des Münchener Architekten. Ackermann, geboren 1928, starb am 6. Mai 2014 in Herrsching am Ammersee. Als gelernter Zimmermann und Maurer studierte er nach dem Krieg Architektur in München und eröffnete hier bereits 1953 ein eigenes Büro. Erste Bauten entstanden vor allem im bayerischen Raum, so 1971 die Friedenskirche in Gundelfingen/Donau. Einen internationalen Namen machte sich Ackermann jedoch durch seine späten Großprojekte in der Tradition der Klassischen Moderne: vom Eislaufzelt im Münchener Olympiapark (1983) bis zu Expo-Halle in Hannover (2000).

Doch auch die Sanierung historischer Bauten beherrschte Ackermann, der bis 2001 die Arbeiten am bayerischen Kloster Andechs leitete. Von 1974 bis 1993 lehrte er an der Universität Stuttgart und wurde mehrfach für sein umfassendes Werk ausgezeichnet, u. a. 1994 mit dem renommierten Architekturpreis der Heinrich-Tessenow-Medaille. Seit 2005 verwaltet die Akademie der Künste Ackermanns Archiv und ehrte ihn noch zu Lebzeiten mit der Publikation „Kurt Ackermann – Das Gesamtwerk des Architekten“.