Paul Schultze-Naumburg (Bild: Bauhaus-Universität Weimar)

Langer Schatten: Schultze-Naumburg

Mit Blick auf das 2019 anstehende Bauhaus-Jubiläum beschäftigt sich das Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und der Planung der Bauhaus-Universität Weimar verstärkt mit der eigenen Hochschulgeschichte. Betrachtet wird nicht nur die Bauhaus-Zeit, sondern insbesondere die Entwicklung der Institution nach dem Weggang des Bauhauses. Ein Schwerpunkt liegt auf den Persönlichkeiten, die als Direktoren und Lehrer das Profil der Hochschule nachhaltig geprägt haben.

Nach einer ersten Tagung zu Ernst Neufert im April 2014 thematisiert das diesjährige Symposium vom 3. bis 4. Dezember 2015 die durch den Nationalsozialismus geprägte Epoche als „Staatliche Hochschulen für Baukunst, bildende Künste und Handwerk“. Im Mittelpunkt der Veranstaltung „Kulturreformer. Rassenideologe. Hochschuldirektor“ steht ihr damaliger Direktor Paul Schultze-Naumburg, der die Architekturhochschule in Richtung einer heimatschutzorientierten Handwerklichkeit neu positionieren wollte. In drei thematischen Panels soll zum einen seine ambivalente Persönlichkeit als Kulturreformer, Rassenideologe und Architekt betrachtet werden. Zum anderen beleuchten die Referenten das didaktische und ideologische Profil der Weimarer Hochschule unter seinem Direktorat. Nicht zuletzt werden Wirkung und Nachleben dieser auch heute noch schwierigen Persönlichkeit diskutiert. Um Anmeldung wird bis zum 15. November gebeten unter: cornelia.unglaub@uni-weimar.de. (kb, 9.10.15)

Eine Tagung widmet sich in Weimar dem „Langen Schatten des Paul Schultze-Naumburg“ (Bild: Bauhaus-Universität Weimar)