Geboren wurde er 1939 in Grenzberg/Ostpreußen, doch Frank Ruddigkeit ist zur Leipziger Institution geworden: 1948 zog seine Familie ins (heute eingemeindete) Engelsdorf vor den Toren der Stadt. Von 1957 bis 1962 studierte Ruddigkeit an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, 1963 bis 1966 bekleidete er dort eine Aspirantur (ähnlich der Anwärterschaft zur Promotion). Anschließend war er als Maler und Grafiker tätig und gilt heute als einer der wichtigsten Künstler der Leipziger Schule. Von 1974 bis 2004 unterrichtete er an der Kunstakademie Burg Giebichenstein in Halle.
Das bekannteste Werk von Frank Ruddigkeit ist das Karl-Marx-Relief, das er 1973 gemeinsam mit Klaus Schwabe (1939-2017) und Rolf Kuhrt (*1936) für den Neubau der Universität Leipzig schuf. Bis 2006 hing es am Augustusplatz, seit 2008 befindet sich das 14 Meter lange, 7 Meter hohe und 33 Tonnen schwere Kunstwerk im Exil am Campus Jahnallee. Der 1978 entstandene Bildfries zur Geschichte des Leipziger Marktplatzes am Eingang zum Citytunnel stammt ebenfalls von Frank Ruddigkeit. Viele weitere Grafiken, Zeichnungen und Plastiken sind in der Werkdatenbank Bildende Kunst Sachsen gelistet, 2020 widmete ihm seine Heimatstadt Leipzig im Museum der bildenden Künste eine Einzelausstellung. Bereits am 5. Juli ist Frank Ruddigkeit im Alter von 85 Jahren in seiner Leipziger Heimat gestorben. (db, 15.7.25)
Leipzig, Relief „Aufbruch“ 2014 (Bild: Geisler Martin, CC BY-SA 3.0)

