Borgo San Dalmazzo, Diskothek Flash Back ca. 1972 (Bild: Paolo Mussat Sartor, Vitra-Presse)

Let´s groove tonight

Egal, ob Sie bei „Night Fever“ eher ans Abtanzen mit den Bee Gees denken oder ans Abstürzen mit Iggy Pop: Nachtclubs und Diskotheken sind Epizentren der Popkultur. Seit den 1960ern versammelte sich hier die Avantgarde zum Abhotten, teils auch um gesellschaftliche Normen infrage zu stellen und andere Ebenen des Bewusstseins zu erkunden. Viele Clubs gerieten zu Gesamtkunstwerken, bei denen sich Architektur und Design, Mode und Kunst, Licht und Musik verbanden. Das Vitra Design Museum widmet den Tempeln des Hedonismus nun bis 9. September die Ausstellung „Night Fever“, eine umfassende Schau zur Design- und Kulturgeschichte des Nachtclubs von 1960 bis heute.

Die in Weil am Rhein präsentierten Beispiele reichen von italienischen Clubs der 1960er Jahre, die von Vertretern des Radical Design geschaffen wurden, bis zum legendären Studio 54, in dem Andy Warhol Stammgast war; vom Palladium in New York, das von Arata Isozaki entworfen wurde, bis hin zu den Konzepten von OMA für ein neues Ministry of Sound in London. Neben Filmen und historischen Aufnahmen, Postern und Mode führen Musik, Licht- und Rauminstallationen die Ausstellungsbesucher auf eine bunte Reise durch Subkulturen und Glitzerwelten – auf der Suche nach ewiger Jugend und Glückseligkeit. (db, 3.4.18)

Borgo San Dalmazzo, Diskothek Flash Back, ca. 1972 (Bild: Paolo Mussat Sartor, Vitra-Presse)