Loheland, Waggonia, 1927 (Bild: K. Berkemann)

Loheland: Von der Schiene unters Dach

Im hessischen Loheland, der wohl ältesten anthroposophischen Siedlung Deutschlands, steht eines der ungewöhnlichsten Baudenkmäler Lohelands: die »Waggonia«. Vier ausrangierte Reichsbahnwaggons wurden über Eck auf Sandsteinfundamente gesetzt und mit Satteldächern und einer Holzverschalung versehen. Das Ensemble beherbergte die Lederwerkstatt und die Schneiderei der Loheland Werkstätten GmbH, die Wohnstube eine der Komponistinnen Lohelands sowie die kunsthistorisch bedeutsame Lichtbildwerkstatt Loheland.

Am 8. Oktober beginnt der Expertenworkshop „Von der Schiene unters Dach“ um 10 Uhr im Tagungshotel Wiesenhaus (Loheland).  Das Atelier-Ensemble vertritt als Denkmal so sowohl Aspekte der Technik- als auch solche der Kulturgeschichte aus der Zeit der Reformbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts. Impulsvorträge führen ins Thema ein und laden zum Gespräch. Der Workshop wird vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen und der Loheland-Stiftung veranstaltet und richtet sich an Kunsthistoriker, Architekten, Kultur- und Sozialwissenschaftler, Bahn-Enthusiasten und alle, die Interesse haben, kulturhistorisches Erbe zu entdecken und weiter zu tragen. Um Anmeldung wird gebeten an: M.Geyer@denkmalpflege-hessen.de. (kb. 12.9.15)

Renovierungsbedürftig und im Mittelpunkt eines Expertenworkshops: die 1927 aus vier Eisenbahnwaggons zusammgenfügte „Waggonia“ (Bild: K. Berkemann)