Lutherstadt Eisleben, Theater-Wandbild (Bild: startnext-Projekt „Für Schmidtchen“)

„Mach langsam, es wird scheiße“

Seit 25 Jahren prägt ein monumentales Wandbild das Theatergebäude von Eisleben: 1994 hatte Martin Schmidt, Theatermaler und Grafiker in der Lutherstadt begonnen, die Außenwände des Bühnenhauses zu gestalten. Stufenweise entstand so ein Wandbild von rund 130 Quadratmetern: Solisten, Statisten, Narren und Teufel entführen den Betrachter in die Welt des Theaters. Das Eisleber Wandbild gilt als die größte zusammenhängende Arbeit des 2010 verstorbenen Künstlers. Ehemalige Mitstreiter erinnern sich gerne an „Schmidtchen“ und seine geflügelten Worte wie „Wenn du kochen kannst, kannst du auch malen“ oder „Mach langsam, es wird scheiße“.

Mit den Jahren hat das Eisleber Wandbild Schaden genommen und droht ganz zu verschwinden. Um dieses einmalige Kunsterbe in der Lutherstadt und damit auch die Erinnerung an einen prägenden Künstler zu erhalten, bittet das Theater via Crowdfunding um Unterstützung. Mit der angestrebten Summe von 12.000 Euro will das startnext-Projekt „Für Schmidtchen“ die Arbeit des Restaurators Frank-Uwe Albrecht, Materialkosten sowie die notwendige Gerüststellung bezahlen. Es winken zahlreiche „Dankeschöns“ von der Einladung zum Theater-Sommerfest über eine exklusive Führung aufs Theaterdach bis hin zu limitierten Drucken des Künstlers. (kb, 22.5.19)

Lutherstadt Eisleben, Theater-Wandbild (Bild: startnext-Projekt „Für Schmidtchen“)