1993 begann die Generalsanierung des Hofmobiliendepots in Wien, heute Möbelmuseum Wien. Zu dem seit dem 18. Jahrhundert von den Habsburgern als Möbellager genutzten Hauses wurden ein angrenzendes Fabrikgebäude und ein Biedermeierhaus zugekauft. Der Architekt Alessandro Alverà realisierte den Umbau und 1998 eröffnete das Museum dann als eines der größten Möbelmuseen der Welt mit rund 165.000 Objekten. Als Architektur verschiedener Epochen, unter anderem der 1990er Jahre also bereits sehenswert lockt nun bis zum 8. Dezember 2026 die Sonderausstellung „Made in Austria. Möbeldesign 1948-1960“ mit Repräsentationsmöbeln für die junge Republik, Interieur für die modische „Espresso-Kultur“ sowie modernen, funktionalen Einrichtungssystemen für alle.
In den 1950er Jahren lag das moderne Möbeldesign noch überwiegend in der Hand großer Architekt:innen. Zu entdecken sind damit also Entwürfe und Stücke von Anna-Lülja Praun, Margarete Schütte-Lihotzky, Carl Appel, Carl Auböck (III.), Erich Boltenstern, Max Fellerer, Oswald Haerdtl, Julius Jirasek, László Mazák, Otto Niedermoser, Oskar Payer, Roland Rainer, Oskar Riedel, Franz Schuster, Karl Schwanzer, Emil Stejnar, Hans Wölfl und Eugen Wörle. Zu der Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm, beispielsweise findet jeden 3. Sonntag im Monat und an Feiertagen um 15:00 Uhr eine Führung statt. (pk, 10.5.26)
Möbelmuseum Wien, Eingang im Erweiterungsbau, Architekt: Alessandro Alverà, 1993-1998 (Bld: Geolina163, CC BY-SA 4.0, 2016)

