In Magdeburg stand das Verwaltungsgebäude der Neuapostolischen Kirche in der Leipziger Straße 52 lange leer. Das 1984 fertiggestellte Haus bildete zuletzt die Zuflucht von Flüchtlingen aus der Ukraine. Im Sockelgeschoss fand sich rund um die Eingangstür eine Glasgestaltung des Künstlers Oskar Hamann (KBK Glasgestaltung Magdeburg). Auf dem dahinter liegenden Areal entstand zwischen 1987 und 1992 die bis heute als solche genutzte Neuapostolische Kirche – anstelle des zuvor bespielten Fachwerkhauses aus dem 19. Jahrhundert.
Der neuapostolische Verwaltungsbau von 1984 – eigentlich Gemeindehaus mit Büroräumen und darüberliegenden Wohnungen – zeigte sich zur Straße eher hochgeschlossen. Doch zur Seite kragten Balkone vor, zur Kirche hin begrenzte der Bau einen Hof. Schon mit dem Beräumen des Nachbargrundstücks wurde dieses Konzept aufgebrochen. Auch der nahe „Kristallpalast“, ein 130 Jahre altes Veranstaltungsgebäude, steht aktuell auf der Kippe – im vergangenen Jahr wurde ihm der Denkmalstatus entzogen, sodass einem Abriss nichts mehr im Wege zu stehen scheint. Mitte November nun wurde mit dem Abriss des Verwaltungsgebäudes der Neuapostolischen Kirche begonnen. (kb, 21.12.25)

Magdeburg, Verwaltungsgebäude der Neuapostolischen Kirche (Bild: google-Streetview, 2022)
