Mannheim: Was wird aus Hajeks Post?

Mannheim, Postbahnhof, Reliefgestaltung von Otto Herbert Hajek (Bild: hajekmuseum.de)
3,80 x 120 Meter geballte Kunst: Hajeks Betonrelief „Blühende Stationen“ am Mannheimer Postbahnhof(Bild: hajekmuseum.de)

Nur in Stuttgart findet man eine größere Dichte von Werken des Stuttgarter Bildhauers Otto Herbert Hajek (1927-2005). In Mannheim arbeitete er gerne und viel mit Architekten zusammen, denn er verstand seine Kunst immer als Teil der Baukunst, als Teil des öffentlichen Raums. Für den Mannheimer Postbahnhof (Karl Schmucker, bis 1987) ging Hajek 1971 dann in die Vollen: 3,80 x 120 Meter geprägt von den Hajek-typischen abstrakten Zeichen in Primärfarben.

Auf dem ehemaligen Postgelände wollen der Bauunternehmer Peter Ostermayer sowie der Baukonzern Diringer und Scheidel nun bis 2018 ein „barrierefreies Stadtquartier“ entstehen lassen. Hierbei scheint das monumentale Hajek-Relief „Blühende Stationen“ im Weg. Es ist, für Hajek Teil des Konzepts, untrennbar mit der modernen Architektur verbunden. Was genau mit dem Relief geschehen soll, ist noch unklar – aber man ahnt nichts Gutes. Wurde doch schon Hajeks plastische Gestaltung „Frankfurter Frühling“ (1964) kurzerhand aus einer Frankfurter Schule entfernt. Dies wenigstens würde in Mannheim schwerfallen – zu prominent ist der Standort in Hauptbahnhofnähe … (kb, 14.7.15)