Mannheim, Kunstverein (Bild: Immanuel Giel, CC BY SA 4.0, 2018)

Mannheimer Kunstverein in neuem Licht

Der Mannheimer Kunstverein wird derzeit saniert. Dabei geht es zunächst um die Elektrik und die Lichttechnik des 1966 eröffneten Gebäudes. Der zweigeschossige Ausstellungsraum besitzt eine kassettierte Lichtdecke, deren Metallkonstruktion und Verkabelung aus Sicherheitsgründen ertüchtigt werden. Die bisher verwendeten Leuchtstoffröhren weichen einer LED-Beleuchtung. Von den energiesparenden LED-Leuchten verspricht man sich neben einer besseren Belichtung auch einen geringeren Wartungsaufwand. Die bauzeitlichen Glasplatten der Lichtdecke werden aber nach einer gründlichen Reinigung wieder eingebaut, heißt es. Äußerlich sind bisher keine Veränderungen vorgesehen. Auf seiner Internetseite und in sozialen Medien wie Instagram informiert der Mannheimer Kunstverein über den Fortschritt der Sanierung.

1966 wurde das nach Plänen des Architekten Theo Pabst errichtete Gebäude eröffnet. Der aufgrund seiner Vergangenheit im NS-Regime nicht unumstrittene Pabst hatte Mitte der 1950er Jahre bereits in Darmstadt mit einem Ausstellungshaus für den dortigen Kunstverein auf sich aufmerksam machen können. In der Folge wurde er auch in Mannheim mit der Planung betraut. Der am Carl-Reiß-Platz gelegene Pavillon bildete gemeinsam mit den benachbarten Hochhäusern von Baukonzernen und Versicherungen den städtebaulichen Auftakt zu einem mondänen Mannheim, das mehr sein wollte als eine Industriemetropole. (mk, 10.6.20)

Mannheim, Kunstverein (Bild: Immanuel Giel, CC BY SA 4.0, 2018)