Maria Schwarz, geborene Lang (Bild: Copyright Elke Wetzig, CC BY SA 3.0)

Maria Schwarz ist gestorben

Sie wurde lange immer in einem Atemzug mit ihrem Mann genannt – doch Maria Schwarz, geborene Lang, war viel mehr als die Frau an der Seite des legendären Kirchen- und Städtebauers Rudolf Schwarz. Geboren am 3. Oktober 1921 in Aachen, studierte Maria Lang in ihrer Heimatstadt in den Kriegsjahren Architektur. Nach ihrem Abschluss 1946 war sie u. a. als Mitarbeiterin von Hans Schwippert tätig. Ihr Wechsel zur Kölner Wiederaufbaugesellschaft brachte sie endgültig in den Kreis von Architekturgrößen wie Fritz Schaller, Gottfried Böhm, Karl Wimmenauer und natürlich Rudolf Schwarz, den sie nach zwei Jahren heiraten sollte.

In dieser Arbeits- und Lebensgemeinschaft war Maria Schwarz vom Entwurfsprozess bis zur Ausstattung beteiligt an zahlreichen (nicht nur) Kirchenbauten. Nach dem Tod ihres Manns 1961 führte sie das Büro weiter, vollendete Projekte, widmete sich dem Erhalt, den Um- und Neugestaltungen der Schwarz-Kirchen – spätestens nachdem sie mit dem Abriss der Berliner Raphaelskirche den Verlust eines ihrer „Kinder“ erleben musste. Weiterhin war sie auch als eigenständige Entwerferin tätig, u. a. für die Gestaltung von liturgischen Orten und  Orgelprospekten. Zudem lehrte sie an der TU München im Fach Sakralbau. Maria Schwarz starb gestern in Köln im Alter von 96 Jahren. (db/kb, 16.2.18)

Maria Schwarz, geborene Lang (Bild: Copyright Elke Wetzig, CC BY SA 3.0)