Hannover-List, Matthäuskirche (Bild: Losch, CC BY SA 3.0)

Hannover: Geld für die Matthäuskirche

In diesen Tagen erhält die Matthäuskirche in Hannover-List eine gute Nachricht – genauer gesagt, einen Bewilligungsbescheid. Es geht um Bundesmittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm-IV der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert wird die denkmalgerechte Sanierung der Außenfassaden der Matthäuskirche, deren Saalbau das Architektenpaar Klaus und Gudrun Vogel 1971 bis 1972 gestaltete.

Für die Maßnahme wurde eine eigene „materialtechnologische und ästhetischen Restaurierungskonzeption“ entwickelt. Denn die einzigartigen, steinmetzmäßig bearbeiteten Außenfassaden der Kirche bestehen aus einem besonderen Stahlbeton: Leichtbeton mit Zuschlägen aus Blähschiefer, granulierter Hochofenschlacke und Hüttensand. Sie sollen konserviert, restauriert und, wo nötig, mit geeigneter Ersatzmassen wiederhergestellt werden. In der Folge setzt man auch die schlitzartigen Fenster instand. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei 620.000 Euro. Davon entfallen 100.000 Euro auf den Bund, 125.000 Euro auf das Land und 395.000 Euro auf die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. Den Bewilligungsbescheid wird Kerstin Tack MdB am 4. März um 15.00 Uhr in die Matthäuskirche (Wöhlerstr. 13 (Nähe Moltkeplatz), 30163 Hannover-List) feierlich übergeben. Es sprechen Pastorin Henrike Müller im Namen der Gemeinde sowie Dr. Reiner Zittlau als Abteilungsleiter Bau- und Kunstdenkmalpflege am Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. (kb, 25.2.16)

Die 1906 eingeweihte neugotische Matthäuskirche wurde im Krieg teilzerstört und 1972 um einen modernen Saalbau ergänzt (Bild: Losch, CC BY SA 3.0)