Sofa aus dem „Damenzimmer“ von Haus Lemke, Entwurf: Lily Reich, 1932, Ausführung: Berliner Schreinerei und Polsterei, 1933 (Foto: René Müller, Stuttgart)

MIES sitzen

Ein Sofa für das Damenzimmer, welch ein altertümliche Beschreibung für dieses moderne Sitzmöbel. Im Kunstgewerbemuseum am Berliner Kulturforum (Matthäikirchplatz, 10785 Berlin) dreht sich vom 13. April bis zum 30. November 2018 alles um Ludwig Mies van der Rohe und das Sitzen. Unter dem Titel „Von Haus zu Haus – Möbel, Mobilien und Möglichkeiten“ zeigt man hier als Sonderpräsentation die 1932 von Mies van der Rohe entworfenen Sitz- und Liegemöbel des Berliner Landhauses Lemke. Am Entwurfsprozess waren Friedrich Hirz und seiner langjährigen Mitarbeiterin Lilly Reich beteiligt.

Bedingt durch die geschichtlichen Ereignisse in der Nachkriegszeit – das Ehepaar Lemke wohnte nur bis 1945 dort – wurden Haus und Möbel schließlich voneinander getrennt. Nun werden die Möbel aus dem Nachlass Martha Lemkes in der Designsammlung des Kunstgewerbemuseums besonders in Szene gesetzt. Dafür wurden sie mit einer eigens entstandenen Serie des Berliner Fotokünstlers Michael Wesely (*1963) aufgenommen. Für „Doubleday. Mies van der Rohe Haus (1933-2018)“ hat Wesely historische Schwarzweiß-Fotografien der Innenausstattung des Hauses Lemke mit aktuellen Aufnahmen des Gebäudes zu einem Bild verschmolzen. Die Eröffnung wird am 12. April um 18 Uhr gefeiert. (kb, 11.4.18)

Sofa aus dem „Damenzimmer“ von Haus Lemke, Entwurf: Lily Reich, 1932, Ausführung: Berliner Schreinerei und Polsterei, 1933 (Foto: René Müller, Stuttgart)