Der Pritzker-Preisträger Frank Gehry (1929-2025) wurde spätestens berühmt für seinen silbrig glänzenden Museumsbau in Bilbao (1997), nach dem sogar ein eigener Effekt (Bauwerk macht Stadt berühmt) benannt ist. Doch was prägte Gehry, bevor er baute wie Gehry? Diesem Thema geht ab Freitag in Herford gleich eine Doppelausstellung „Mindset Los Angeles“ nach. Unter dem Schlagwort „Frank Gehry und die Cool School“ beleuchtet der erste Teil im Marta Herford, selbst ein Projekt Gehrys, die Bezüge des Architekten zur Kunstszene von Los Angeles in den 1950er und 1960er Jahren. Hier werden die weniger bekannten Frühwerke Gehrys in Bezug gebracht zu Werken der künstlerischen Strömungen Cool School Artists, Light and Space und Minimal Art sowie zu Techniken wie der Assemblage.
Parallel wird in der Lippold-Galerie der zweite Teil des „dualen Ausstellungsprojekts“ präsentiert. Mit dem Untertitel „Werke aus der Sammlung Schürmann. Works from the Schürmann Collection“ schlägt die Schau den Bogen in die Gegenwart. Hier beziehen sich zeitgenössische Kunstwerke auf das Oeuvre des Architekten. Am 26. Juni 2026 wird ab 18 Uhr im Marta Herford (Goebenstraße 2–10, 32052 Herford) die Doppelausstellung eröffnet. Im Anschluss ist der zweite Teil zu Werken aus der Sammlung Schürmann bis zum 8. November 2026, der zweite Teil zu Gehrys Beziehung zur Cool School bis zum 10. Januar 2027 zu sehen. (kb, 24.6.26)

Idyllwild/California, David Cabin, ein Frühwerk von Frank Gehry aus dem Jahr 1958 (Bild: Mmenorris, CC BY SA 4.0, 2019)
