Labor des modernen Designs: Werkstatt im Bauhaus Dessau, 1926 (Bild: Bauhaus-Universität Weimar, Archiv der Moderne, Fotograf unbekannt)

„Mit der realen Welt auseinandersetzen“

„Ich würde es für einen Fehler ansehen, wenn sich das Bauhaus nicht mit der realen Welt auseinandersetzt“, schrieb Walter Gropius 1921. Sein Ziel war es, dass Studium und praktische Ausbildung die Studierenden optimal auf die Anforderungen eines späteren Arbeitslebens vorbereiten. Dazu gehörte nicht zuletzt die Zusammenarbeit der Bauhaus-Werkstätten mit der Industrie. Gropius führte daher am Bauhaus den transdisziplinären Unterricht und die sowohl praktische als auch künstlerische Ausbildung in eigenen Werkstätten ein. Sie wurden zu „Produktivbetrieben“ erweitert, in denen auch Aufträge ausgeführt, Einzelstücke und Kleinserien hergestellt und später Prototypen für die Industrie entwickelt wurden.

Dieser Zusammenarbeit folgt die Tagung „Die Industriekooperationen des Bauhauses – zwischen Innovationswille und Imagewerbung“, Auftaktveranstaltung des Forschungs-, Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekts „map 2019 Bauhaus Netzwerk Krefeld“, vom 16. bis zum 17. November 2018 in Krefeld. Arbeitsthese ist, dass die Firmen diese Kooperation aus Innovationswille und Imagewerbung betrieben, die entweder den Namen „Bauhaus“ instrumentalisieren oder ihn bewusst unkenntlich machen konnte. Gesucht werden noch Beiträge aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Kunst- oder Kommunikationswissenschaften, Rechts- oder Betriebswissenschaften zu  Produktionsschwerpunkten wie Weberei/Textil, Keramik, Glas, Möbel oder Metall. Exposés (max. 3.000 Zeichen), Kurzvita und ggf. Publikationsliste sind erbeten per Mail an: info@projektmik.com. (kb, 28.1.18)

Labor des modernen Designs: Werkstatt im Bauhaus Dessau, 1926 (Bild: Bauhaus-Universität Weimar, Archiv der Moderne, Fotograf unbekannt)