Das 20. Jahrhundert war ein langes, betrachtet man allein die große Zahl an seinerzeit errichteten Kirchen. Zwischen rasch wechselnden politischen und religiösen Systemen, in konkurrierenden Stilentwürfen wurde in Gottesdienstraumen und deren Ausstattung ausgehandelt, wie modernes Christentum sein könnte oder sollte. Da eben jene Bauten allein schon wegen ihrer Fülle heute stark von Umbruch, Umnutzung oder Abriss betroffen sind, macht sie zu einem ebenso drängenden wie lohnenden Forschungsgegenstand.
Vor diesem Hintergrund findet die Tagung „Moderne außer Dienst? Kirchenbau, Ausstattung und Kunst des 20. Jahrhunderts im Spannungsfeld heutiger Entwicklungen“ vom 19. bis 22. November 2026 in der Katholischen Akademie in Berlin (Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin ) statt – veranstaltet gemeinsam mit Dr. Anke Blümm (Universität Erfurt), Dr. Arvid Hansmann (Greifswald), Dr. Manuela Klauser (Universität Bonn), Dr. Konstantin Manthey (Berlin), Dr. Verena Smit (Leverkusen), Dr. Marina Wesner (Berlin), Peter Wohlwender (TU Dresden. Noch werden für die Konferenz Themenvorschläge gesucht. Bis zum 30. April 2026 können Exposés (pdf, max. 3.000 Zeichen) und ein kurzer Lebenslauf eingereicht werden für einen 30-minütigen Vortrag (zzgl. kurzer Aussprache) an: team@berlinerkirchenbauforum.de. Geplant sind eine Tagungspublikation in der Schriftenreihe des Berliner Kirchenbauforums sowie eine Ausstellung mit regionalem Schwerpunkt. (kb, 5.2.26)

Berlin-Schöneberg, Christuskirche, 1922, 1952 umgestaltet, ab 2002 genutzt durch koreanische Gemeinde, 2016 verkauft an Berliner Bürgerstadt AG zur Ermöglichung eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts, 2020/21 von „Baugemeinschaft Amen“ umgenutzt für Wohnzwecke mit seitlichem Neubau (Bild: buergerstadt.de)
