Modernisierung durch Migration?

Frankfurt/Main, Nuur-Moschee (Bild: rupp.de)
Im Jahr 1959 wurde in Frankfurt-Sachsenhausen die erste Moschee der Stadt eröffnet: die Nuur-Moschee (Bild: rupp.de)

Mit den Gastarbeitern kam(en) nach dem Krieg nicht nur fremde Menschen, sondern gleich eine ganz(e) andere Kultur in die Bundesrepublik. Und die wieder heimkehrenden Türken brachten Eindrücke und Werte aus Deutschland mit. Nun organisieren das Orient-Institut Istanbul, das Forum Internationale Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und die Bahçeşehir Universität – im Rahmen des deutsch-türkischen Wissenschaftsjahrs, unterstützt durch die DFG – die internationale Konferenz „Modernisierung durch Migration?“. Vom 23. auf den 24. Oktober 2014 fragt die Tagung in der Bahçeşehir Universität am Beşiktaş Kampüsü in Istanbul nach dem vielgestaltigen deutsch-türkischen Austausch nach 1945.

Das deutsch-türkische Anwerbeabkommen sollte 1961 eigentlich „Gastarbeiter“ auf Zeit bringen. Doch entwickelte sich damit die Bundesrepublik zum aufstrebenden Einwanderungsland. Und auch in der Türkei bewegte sich durch die Heimkehrer Vieles in Richtung Moderne. Für die Konferenz diskutieren und referieren Vertreter der verschiedenen Disziplinen, deutsch-türkischen Unternehmen und NGOs über deutsch-türkische Wirtschaftsbeziehungen, den Kulturaustausch sowie Religionen im Dialog. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Türkisch mit Simultanübersetzung, die Teilnahme ist kostenlos. (kb, 15.8.14)