München (Osram-Verwaltungsgebäude) (Bild: Rufus46, CC BY SA 3.0 oder GFDL)

München: Osram-Haus vor dem Abriss

In kaum einer Stadt wird Wohnraum so teuer verkauft oder vermietet wie in München. Kein Wunder, dass jede scheinbar freiwerdende zentrale Fläche Begehrlichkeiten weckt. Nachdem der Leuchtenhersteller Osram seine Zentrale 2012 in die „Parkstadt Schwabing“ verlegt hatte, veräußerte er 2014 sein ehemaliges Areal in der Hellabrunner Straße 1 in Untergiesing an die Unternehmensgruppe AGB. Diese schrieb einen städtebaulichen Wettbewerb für die „Neuerschließung“ des Geländes aus.

Nun liegen die Ergebnisse der Jury vor, die sich für die Vorschläge des Büros Ortner & Ortner entschieden hat. Demnach würde das 32.000 qm große Gelände vollständig neu bebaut. Diesen Planungen soll auch das denkmalgeschützte Osram-Haus, ein Verwaltungsbau im Internationalen Stil (Walter Henn/Dieter Ströbel, 1965), weichen, wie heute die ImmobilienZeitung meldet. Es sei, so die Jury, aus energetisch-statischen Gründen unhaltbar. Entstehen sollen auf dem Areal insgesamt 370 neue Wohnungen mit freiem Blick zur Isar. (kb, 16.12.15)

München (Osram-Verwaltungsgebäude) (Bild: Rufus46, CC BY SA 3.0 oder GFDL)