Münster: OFD wird niedergelegt

Münster/Westfalen, Oberfinanzdirektion (Bild: Elektroschreiber, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Münster/Westfalen, Oberfinanzdirektion (Bild: Elektroschreiber, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Der Abriss läuft bereits: Seit Juli diesen Jahres wird im westfälischen Münster die Oberfinanzdirektion (OFD) Stück für Stück von innen nach außen „rückgebaut“. An der Planung des 1966 eingeweihten Verwaltungsbaus waren die Architekten Helmut Hentrich, J. Rüping, F. Rafeiner, Fritz Eller, Erich Moser, Robert Walter, Hans Köllges, Hans Joachim Stutz und Hubert Petschnigg. beteiligt.

Das Büro von Hentrich (1905-2001) und Petschnigg (1913-97) hatte sich zuvor z. B. durch das legendäre Dreischeibenhaus in Düsseldorf hervorgetan. In Münster gestalteten sie mit ihren Kollegen einen vielgeschossigen langgestreckten Riegel, der sich über 150 Meter Länge blitzförmig auf einer großzügig bemessenen Grünfläche ausbreitet. Zur Straße ist der OFD die typische Kantine als „Schaustück“ als wabenförmige Pavillons vorgelagert. Mit der Begründung, der Bau sei durch PCB-Belastung nicht mehr nutzbar, zog die Finanzverwaltung im April 2016 in einen Neubau im Gewerbepark Münster-Loddenheide um. Seit diesem Sommer läuft der Rückbau, bei dem der Abtransport der Schadstoffe ein besonderes Augenmerk erhält. Möglicherweise wird in der zweiten Phase des Abrisses auch eine Sprengung genutzt. Auf dem dann beräumten Gelände soll eine neue Gesamtschule entstehen. (kb, 6.9.16)