Die Mensa auf dem Südstadt-Campus der Universität Rostock ist reich frequentiert. Sie ist die größte der fünf Mensen der in der Hansestadt. Bis zu 2500 Portionen werden in der Albert-Einstein-Straße täglich ausgegeben. Und gut Speisen kann man hier definitiv: Erst vor Kurzem wurde die Rostocker Mensa zur besten in der Bundesrepublik erkoren. Und trotzdem wird an diesem Standort bald Schluss sein. Die 1999 eröffnete Mensa wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die zugehörige Rotunde mit dem Café-Treff besteht sogar erst seit Februar 2005. Derzeit wird noch geprüft, ob Teile des Gebäudes erhalten werden können.
Die intensive Nutzung hat Spuren am Gebäude hinterlassen. Die Bandspülmaschine, das Herz der Kantine, ist bereits mehrfach ausgefallen, der Küchenfußboden ist marode. Und neben dem üblichen Argument mangelnden Brandschutzes wird auch die eingeschränkte Barrierefreiheit moniert. Am 17. Juli hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsministerin Bettina Martin (SPD) nun Kai Höring, Geschäftsführer des Studierendenwerks Rostock-Wismar, 23 Millionen Euro übergeben. Es stammt aus dem „Sondervermögen“ des Bundes zur Verbesserung der Infrastruktur und soll in den Neubau fließen. Dieser sei die wirtschaftlichste Variante, so Hörig. Ein Teil der Fördergelder werde in eine Übergangslösung während der Bauarbeiten fließen. Geplant ist eine Container-Lösung auf dem Parkplatz südlich der Albert-Einstein-Straße. (db, 27.7.26)
Rostock, Mensa Süd (Bild: Chep87, CC BY-SA 2.5)

