Neubeginn und Tradition

Potsdam, Besichtigung im Schloss Sanssouci, 1951 (Bild: Bundesarchiv Bild 183-10799-0014, CC BY SA 3.0.de, Foto: Schack)
Als der Umgang mit dem Erbe der Monarchie museal wurde: eine Schlossbesichtigung in Potsdam im Mai 1951 (Bild: Bundesarchiv Bild 183-10799-0014, CC BY SA 3.0.de, Foto: Schack)

Mitten im demokratischen Deutschland wird ein neues Schloss gebaut. In Berlin soll es aber kein Schloss mehr sein, sondern Museum und eine Begegnungsstätte. Das entspricht dem Geist der Globalisierung und dem Stand der kulturellen Reflexion. Dennoch gibt die Bundesrepublik Deutschland diesem Bauwerk die äußere symbolträchtige Form ihrer monarchischen Vergangenheit. Was bedeutet dies?

Vom 25. bis 26. September 2015 geht dieser Frage die Tagung „Neubeginn und Tradition. Monarchisches Erbe in Politik und Staat der DDR und der Bundesrepublik Deutschland“ in der Berliner Bundesakademie für Sicherheitspolitik (Schlossanlage Schönhausen, Ossietzkystraße 44/45, 13187 Berlin) nach. Seit 1945 war sich die deutsche Demokratie uneins, wie sie mit dem (baulichen) Erbe der Monarchie umgehen sollte. In der alten Bundesrepublik wie in der DDR wurden Schlösser abgerissen, gleichzeitig zogen die Präsidenten der neu gegründeten deutschen Staaten in – Schlösser. Aber warum wählte man für die (Re-)Präsentation weiterhin Schlösser einer vergangenen, so oder so überwunden geglaubten Zeit? Was hat sich an monarchischen Traditionen erhalten? Diese und weitere Fragen erörtert die Konferenz, die vom Research Center Sanssouci (RECS) der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie von der Abteilung Neue Geschichte, Lehrstuhl Prof. Dr. Dominik Geppert, der Universität Bonn veranstaltet wird. Anmeldungen sind möglich bis zum 15. September unter:  j.klein@spsg.de. (kb, 17.7.15)