Anders als Malerei und Bildhauerei erwies sich die Fotografie im frühen 20. Jahrhundert als vergleichsweise neue Technik offener für Frauen. Entsprechend war fast die Hälfte der Studierenden dieses Fachs am Bauhaus weiblich. Dieser bislang unterbelichteten Seite der Klassischen Moderne widmet das Berliner Museum für Fotografie eine eigene Ausstellung. In einer Zeit, als nicht nur das Bauen, sondern auch das Frauenbild und die Sehgewohnheiten mit dem Zusatz neu versehen wurden, hatte die Experimentierfreude Methode. Vom verkippten Winkel bis zur Inszenierung eines neuen weiblichen Selbstsverständnisses, alles schien auf einmal bildwürdig.

Das Museum für Fotografie hat rund 300 Fotografien des frühen 20. Jahrhunderts aus der eigenen Sammlung ergänzt um zeitgenössische fotografische Positionen: Kalinka Gieseler, Caroline Kynast und Sinta Werner. Beide Künstlerinnengenerationen eint der frische Blick auf Bekanntes. Die Ausstellung „Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen“ wird am 16. April 2026 um 19 Uhr im Museum für Fotografie (Jebensstraße 2, 10623 Berlin) eröffnet. Anschließend ist die Präsentation bis zum 4. Oktober 2026 geöffnet. (kb, 2.4.26)

Elsa Thiemann, Berlin, Kinder am U-Bahneingang in Neukölln, 1950er-Jahre (Bild: Bauhaus-Archiv Berlin, © Margot Schmidt)

Elsa Thiemann, Berlin, Kinder am U-Bahneingang in Neukölln, 1950er Jahre (Bild: Bauhaus-Archiv Berlin, © Margot Schmidt)

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