Neues Leben fürs Dreischeibenhaus

Düsseldorf, Dreischeibenhaus (Bild: Johann H. Addicks, addicks@gmx.net, GNU oder CC 3.0)
Außen hat sich (fast) nichts geändert: das Düsseldorfer Dreischeibenhaus (Bild: Johann H. Addicks, addicks@gmx.net, GNU oder CC 3.0)

Revitalisierung ist ein Wort, das in der Architektur eigentlich nichts zu suchen hat. Als könne ein Haus sterben und müsse – „Schwester, den Defi bitte“ – wiederbelebt werden. Aber, um beim Wortstamm zu bleiben, neues Leben ist schon eingezogen ins Düsseldorfer Dreischeibenhaus. In das 94 Meter und 26 Geschosse hohe Baudenkmal, das 1960 als Verwaltungsbau für die – 1964 von Thyssen übernommene – Phoenix-Rheinrohr AG entstand.

Die gegeneinander verschobenen, sechs Meter breiten Scheiben gaben dem Bau seinen Namen. Rasch wurde der Stahlskelettbau des Düsseldorfer Büros HPP mit Vorhangfassade zum Inbegriff einer eleganten weltläufigen Moderne. Als Thyssen-Krupp 2010 auszog, stellt sich die Frage: Wie weiter mit dem denkmalgeschützten Baukunstwerk? Schließlich wurde das Hochhaus verkauft und über zwei Jahre – wieder vom Büro HPP – aufwändig saniert. Nach außen sollte (fast) alles beim Alten bleiben, doch nach innen wurden die Büroräume modernisiert und die Klimatisierung verbessert. So wurden die alten Brüstungselemente und Fassadenkonstruktionen mit einer Dreifachverglasung verbunden. Nun sind die ersten neuen Nutzer eingezogen, allen voran das Tourismusunternehmen alltours. (kb, 20.1.15)