Neutra-Ausstellung in Quickborn

Die enge Anbindung an die natürliche Umgebung ist typisch für Neutras Werk (Bild: Sansculotte, CCBYSA 2.0D)
Die enge Anbindung an die natürliche Umgebung ist typisch für Neutras Werk (Bild: Sansculotte, CCBYSA 2.0D)

Vor 50 Jahren entstand an der Marienhöhe im schleswig-holsteinischen Quickborn nach Plänen des Architekten Richard Neutra die Bewobau-Siedlung. Zum Jubiläum widmet die Stadt dem Architekten mit der Richard-Neutra-Gesellschaft eine Ausstellung noch bis zum 24. Oktober 2014 in der Stadtbücherei (Bahnhofstraße 100). Der Schwerpunkt liegt dabei sowohl auf dem Quickborner Projekt als auch auf der zeitgleich von Neutra verwirklichten Wohnsiedlung Walldorf bei Frankfurt.

Gezeigt werden Bilder des Fotografen Peter Löwy, der besonders den Aneignungsprozess durch die Bewohner einfängt. Richard Neutra, ein wichtiger Vertreter der klassischen Moderne, wurde 1892 in Wien geboren. 1923 siedelte er in die Vereinigten Staaten über, wo er sich besonders von Frank Lloyd Wright inspirieren ließ. Wenn Neutra auch vorwiegend in den USA arbeitete, übernahm er doch auch einige Projekte in Europa, wie ein Gebäude der Wiener Werkbundsiedlung oder eben das Quickborner Gebäudeensemble. Die Anlage setzt sich aus 67 Flachdachbauten zusammen, die nach Vorbild neun verschiedener Typen gebaut wurden. Seit 2005 stehen sie unter Denkmalschutz. (jr, 2.10.14)