Berlin, Tacheles im Mai 1995 (Bild: Traumrune, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Nineties Berlin

Es war wohl eines der unruhigsten und zugleich kreativsten Jahrzehnte, das Berlin je erlebt hat: In den 1990er Jahren geriet die Stadt zur großen Spielwiese für die verschiedensten Subkulturen. Das DDR-Museum greift für die morgen startende Ausstellung „Nineties Berlin“ zu Begriffen wie „pulsierende Partystadt, Zentrum der Politik, Symbol der Freiheit“. In diese einmalige Atmosphäre sollen die Besucher in der „Alten Münze“ bis zum 28. Februar 2019 auf rund 1.500 Quadratmetern eintauchen können.

Multimedial inszenieren die Ausstellungsmacher die großen Themen dieses Jahrzehnts: die Umbrüche nach dem Mauerfall, die Club- und Technoszene, aber auch die kulturelle Besetzung leerstehender Häuser in Berlin-Mitte. Im Zentrum ertrotzte sich z. B. ab 1990 das Kunsthaus Tacheles kulturelle Freiräume in einem brachliegenden Kaufhaus von 1909. Bis 2012 wurde das Projekt vom neuen Eigentümer aus den Räumen teils herausgekauft, teils herausgetragen. Einige Künstler fanden sich andernorts in Berlin zusammen, einige präsentieren ihre Arbeit jetzt im Internet. Wer es nach der multimedialen Inszenierung von „Nineties Berlin“ eher klassisch mag, kann noch beim Gebäude des Tacheles in der Oranienburger Straße vorbeischauen. Nach einem erneuten Besitzerwechsel wird der Bestand aktuell um einen Neubau ergänzt – das Areal soll künftig (auch) wieder kulturell genutzt werden. (kb, 4.8.18)

Berlin, Tacheles im Mai 1995 (Bild: Traumrune, GFDL oder CC BY SA 3.0)

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