Oberflächen des Sozialismus

Kunstvolle Oberflächen des Sozialismus (Bild: VDG-Verlag)
Kunstvolle Oberflächen des Sozialismus (Bild: VDG-Verlag)

Zu seinen bekanntesten Arbeiten dürfte das großformatige Mosaik am Berliner Haus des Lehrers gehören: Der „Staatskünstler“ Walter Womacka (1925-2010) prägte viele Bauten der Ost-Moderne durch seine Wandbilder, Glasfenster und Mosaike. Womackas Werk ist der erste Beitrag im neuen Buch von Luise Helas, Wilma Rambow und Felix Rössl gewidmet. Sie werfen einen Blick auf „Kunstvolle Oberflächen des Sozialismus“. In der staatstragenden Kunst des Sozialismus trugen Wandbilder und Betonformsteine nicht nur zur Dekoration bei, sondern häufig auch eine politische Botschaft.

In der grundlegenden Publikation dreht sich im zweiten Beitrag alles um die denkmalpflegerische Bewertung und Behandlung dieser baubezogenen Kunst. An Beispielen wie den Arbeiten von Josep Renau in Halle werden Ansätze aufgezeigt: zwischen Demontage und Zerstörung, Erhaltung und Restaurierung. Der dritte Beitrag widmet sich dem Werk des Weimarer Bildhauers Hubert Schiefelbein. Seine Betonformsteine folgten dem Ideal der industriellen Fertigung und wurden vom Autor daher als „Ornament des Plattenbaus“ betrachtet. (kb, 4.10.4)

Helas, Luise/Rambow, Wilma/Rössl, Felix, Kunstvolle Oberflächen des Sozialismus, Wandbilder und Betonformsteine, VDG-Verlag, Weimar 2014, ISBN 978-3-95773-171-5.