Our Days are Rich and Bright (Bild: V-A-C-Foundation)

Our Days are Rich and Bright

Our Days are Rich and Bright

Our Days are Rich and Bright (Bild: V-A-C-Foundation)
Ein Künstler begibt sich auf die Reise zu den Architekturen der späten Sowjetunion (Bild: V-A-C foundation)

Die V-A-C foundation, die sich der Vermittlung zeitgenössischer russischer Kunst verschrieben hat, präsentiert die erste Einzelausstellung des Moskauer Künstlers Kirill Glushchenko. Geboren 1983 in Kaliningrad in 1983, bildet Glushchenko mit seiner Arbeit den Kopf des Ateliers ‚Glushchenkoizdat‘, dessen einziger Angestellter er zugleich ist – als eine Art Reporter, der die ehemaligen Sowjetrepubliken bereist und daüber Bücher veröffentlicht. Diese Form wählt Glushchenko, weil er die „Intimität“ von Büchern liebt: „books are for you alone and give you the feeling that you are being spoken to directly“.

So erschafft Glushchenko eine visuelle und textliche Erzählung der Städte und Dörfer – darunter Pskov, Dresden, Ulyanovsk, Riga, Pärnu, Tallinn and Tartu -, die er besucht – im Stil der Bücher der späten Sowjet-Ära. Bücher, mit denen die neuen Bauten und Stadtplanungen der Sowjetzeit beworben wurden. Und oft sind eben jene „Propagandabroschüren“ heute noch die einzige Spur dieser Architekturen. Unter dem Titel „Our Days are Rich and Bright“ wir die Ausstellung bis zum 3. Juli 2016 in Moskau (Polkovaya, 3 bld 2) gezeigt, wobei die Arbeite von Glushchenko ergänzt werden um Postkarten der besuchten Städte und Möbelstücke im Stil der 1960er Jahre. (kb, 10.5.16)