mR-Adventskalender 2020

Vor 50 Jahren, im Herbst 1970, wurde das erste Frankfurter Haus besetzt. Um die historistischen Wohnblocks durch Hochhaus-Neubauten ersetzen zu können, wurden damals angestammte Mieter aktiv verdrängt. 1970 protestierten Bewohner, Studierende und Gastarbeiter daher gegen die Interessen der Immobilienwirtschaft. Diese – teils auch gewaltsam ausgetragenen – Konflikte markierten einen Wendepunkt in der Stadtplanung und stärkten nicht zuletzt die Denkmalpflege. Heute geraten viele Quartiere (nicht nur) in Frankfurt erneut unter Gentrifizierungsdruck. Zugleich sind es gerade die damals bekämpften Hochhaus-Neubauten, denen der Abriss droht. Vor diesem Hintergrund lässt der mR-Adventskalender 2020 den Frankfurter Häuserkampf und seine Folgen anhand markanter Zitate und Bilder lebendig werden.

„50 Jahre Hausbesetzung“: Sie können hier jeden Tag ein virtuelles Türchen öffnen – oder Sie folgen uns auf instragram unter #50jahrehausbesetzung

Wir danken für die Mitarbeit von: Daniel Bartetzko, Karin Bekemann, Maximilian Kraemer, Peter Liptau, Johannes Medebach.

Sie suchen noch ein modernistentaugliches Weihnachtsgeschenk? Da hätten wir was!

Titelmotiv: (gemeinfrei, via pixabay.com)

Der mR-Adventskalender 2020 wird unterstützt vom Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Das neue mR-Heft ist online!

Dieses Heft „Moderne Mobil“ war für uns ein kleines Experiment. Die einzige Vorgabe an unsere fünf Autoren: „Wir bringen Dich, einen religiösen Raum des Neuen Frankfurt und ein Fortbewegungsmittel eben jener Epoche zusammen auf ein Foto. Beim Text dazu hast Du (bis auf die Zeichenzahl) völlig freie Hand.“ Den Spaß haben mitgemacht die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig, der Architekturhistoriker Wolfgang Voigt, der Politikwissenschaftler Philipp Sturm, der Journalist Daniel Bartetzko, die Theologin Karin Berkemann – und der Fotograf Andreas Beyer. Wie alle Ergebnisse dann am Ende ineinander griffen, hat uns selbst überrascht. Aber lesen Sie doch selbst! (kb/db, 22.3.19)

Hier geht es zum neuen mR-Heft.

Titelmotiv: Frankfurt, Wolfgang Voigt mit einem „Opel Super 6“ vor der Neuen Jüdischen Trauerhalle (Foto: Andreas Beyer)

BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt

Mit dem Aerobus über die Skyline am Neckar schweben – so oder so ähnlich sahen die Planer die BUGA 1975 in Mannheim. Denn es ging um mehr als um eine Leistungsschau des Gartenbaus. Vielmehr sollte mit den beiden Stadtparks auch eine Reihe moderner Bauten die Entwicklung der Quadratestadt bleibend beeinflussen. Das bekannteste – und in den letzten Monaten auch umstrittenste – Gebäude bildete die Multihalle, die als eines der frühen Meisterwerke von Frei Otto gilt.

Ab dem 24. März 2019 lässt eine Ausstellung nun die Aufbruchsstimmung der damaligen Jahre wiederaufleben – und schlägt zugleich den Bogen zur Bundesgartenschau 2023 und zur aktuellen Freiraumplanung in Mannheim. Die Ausstellung „BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt“, eine Präsentation im Marchivum, ist anschließend bis zum 18. August 2019 zu sehen. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Marchivum und der Stadt Mannheim , der Bundesgartenschau 2023 gGmbH, dem Stadtpark Mannheim, dem Sharing Heritage sowie dem Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai). (kb, 11.3.19)

Titelmotiv: Aerobus zur Buga 75 in Mannheim (Bild: historische Postkarte, 1975, Alfred Ziethen Verlag, Sinthern/MARCHIVUM)