Aufzugparken: Großgarage Halle

von Sarah Huke (Heft 14/3)

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Blick in das Innenleben der restaurierten Großgarage Halle Süd (Bild: Sika Deutschland GmbH)

Knatternde Motoren, der Geruch von Benzin und ein 15 Meter hoher Lichthof aus Glas und Stahl. Es muss ein beeindruckendes Bild für die Fahrer der schweren Automobile gewesen sein, kurz bevor sie in die Großgarage eintauchten. In Halle Süd beförderte man die PKWs im frühen 20. Jahrhundert mit einem Aufzug in eine der oberen Etagen. Dort wurden die Autos dann mit Schiebebühnen – hoch über dem Boden des Lichthofes – in Parkboxen rangiert.

Als es nach dem Ersten Weltkrieg immer mehr Autos gab, wuchs nicht nur der rollende, sondern auch der ruhende Verkehr. Auf einmal wurde der Platz zum Parken knapp. Die neue Bauaufgabe Großgarage wurde zumeist über Rampen, in der Frühzeit auch über Aufzüge oder andere mechanische Anlagen erschlossen. Denn während die ersten PKWs nur geringe Steigungen meisterten, konnten spätere Modelle problemlos eine Rampengarage befahren. Diese nahm – verglichen mit Aufzugsanlagen – zwar mehr Platz ein, war aber weniger aufwendig zu nutzen und zu betreiben.

 

Parken, Tanken, Schlafen

In Halle Süd wurde die mehrgeschossige Hochgarage – durch Aufzugsanlage und Schiebebühnen – mit der eingeschossigen Tiefgarage verbunden. 1927 hatte der Bauingenieur Walter Tutenberg das 2.400 Quadratmeter große Grundstück zwischen Pfännerhöhe und Liebenauerstraße erworben, mitten in einem teils noch klassizistisch, teils schon sachlich gestalteten Wohngebiet. Wo die Garage an die Wohnhäuser stieß,  wurde sie angeglichen. An der freistehenden Seite zur Pfännerhöhe hingegen regierte das Neue Bauen: eine Einheit aus Form und Funktion, eine Mischung von Eisen, Glas und Beton herrschte vor.

Die abgeteilten Parkboxen ließen sich platzsparend durch aufrollbare Stahljalousien verschließen (Bild: Architekturbüro Heinze)
Parkboxen mit Stahljalousien (Bild: Sika Deutschland GmbH)

Nach zweijähriger Bauzeit eröffnete Tutenberger 1929 die Großgarage, die eine gewerbliche und soziale Nutzung verknüpfte. Er orientierte sich dabei an amerikanischen Vorbildern: Neben den vermieteten Parkplätzen waren Aufenthalts- und Schlafräume sowie Bäder für die Chauffeure vorgesehen. Diese blieben, wie die Reparaturwerkstatt, Tag und Nacht geöffnet. Eine Wagenreinigungsanlage und ein amerikanischer Frisiersalon vervollständigten den Rundumservice. Nur das zunächst anvisierte Bürogebäude konnte Tutenberger nicht mehr verwirklichen, denn die Baupläne wurden mehrfach wegen „Unvollständigkeit“ abgelehnt.

Die Halleschen Nachrichten lobten den neuen Garagenbau in der Pfännerhöhe 1929 als „moderne, großstädtische Karawanserei“. Zur Kundschaft zählten ortsansässige Wagenhalter, Fuhrunternehmen und durchreisende Geschäftsleute. Die Miete betrug eine Mark pro Tag, was sich bis zum Ende der ehemaligen DDR nicht ändern sollte.

 

Das Aufzug-Schiebebühnen-System

Aufzugsanlage in der Großgarage Halle Süd (Bild: S. Huke)
Der bauzeitliche Aufzug, heute mit Sicherheitsabsperrung (Bild: S. Huke)

150 Stellplätze auf drei Stockwerken und einem Kellergeschoss waren in Parkboxen eingeteilt und in drei Reihen gruppiert. Die linke und mittlere Parkreihe überspannte der Lichthof. Die fünf Meter breite Einfahrt mündete in den bis zu neun Meter breiten Gang, der zu den ebenerdigen Stellplätzen unterm Glasdach führte. Rechts der Einfahrt beförderte der Aufzug die Autos in die oberen Etagen und in den Keller, wo sie über bewegliche Schiebebühnen verteilt wurden.

Große Glasfenster brachten ausreichend Tageslicht, nachts half die elektrische Beleuchtung. Eine Zentralheizung wärmte nicht nur die Parkboxen, sondern die gesamte Halle. So konnte man sein Fahrzeug auch im Winter reinigen und instandhalten. Neben der städtischen Wasserleitung sammelte die hauseigene Wasserversorgung den Regen vom Dach und speiste die Wagenreinigungsanlage im Keller. Die Parkboxen schlossen platzsparend mit Stahljalousien ab, Fenster und Lüftungsschlitze ließen die Luft in der Garage zirkulieren.

 

Der Aufzug wird gesperrt

Die Südfassade der Großgarage Halle Süd (Bild: S. Huke)
Die Südfassade wurde der umgebenden Wohnbebauung angepasst (Bild: S. Huke)

Nach Süden wurde die Garage in ihrer Traufhöhe und Fassade an die umgebenden Wohnhäuser angepasst. Ein senkrechtes Fensterband teilt die Südfassade im Verhältnis zwei zu eins, was im Erdgeschoss durch Eingang und Auffahrtstor durchbrochen wird. Ursprünglich war auf dieser Seite noch der Schriftzug „Großgarage Süd“ zu lesen. Die Nordfassade hingegen wird von der Eisen-Glas-Konstruktion geprägt, die vier Geschosse übergreift. Das riesige sprossenverglaste Fenster überträgt seine Form auf den Oberlichtaufbau, der als Mansarddach die Halle überspannt.

Anders als viele moderne Großgaragen, blieb die Hallesche Anlage im Krieg verschont. Jedoch begann in den 1950er Jahren bereits ihr Niedergang. Die Tankstelle schloss man ein den 1960er Jahren als unrentabel. Als der Aufzug vom TÜV 1992 gesperrt wurde, stellte auch die Großgarage ihren Betrieb ein. Der Wert des langsam verfallenden Bauwerks wurde vom „Bauverein Halle & Leuna eG“ erkannt, der 2007 mit der Sanierung begann.

 

Alte Technik neu erschlossen

Heute fügt sich an die moderne Großgarage ein zeitgenössischer Rampenbau an (Bild: Architekturbüro Heinze)
Heute fügt sich an die moderne Großgarage ein zeitgenössischer Rampenbau (Bild: Sika Deutschland GmbH)

Bis 2012 wurden das marode Dach komplett erneuert, die in Mitleidenschaft gezogene Stahlkonstruktion saniert, teils erneuert oder verstärkt. Originalgetreu wiederaufgebaut, bewahrte die Dachkonstruktion ihre für das Neue Bauen typische Leichtigkeit und Lichtdurchlässigkeit. Darüber hinaus wurden alter Putz und schadhaftes Mauerwerk abgetragen und ersetzt.

Die sichtbarste Veränderung bildet der moderne Anbau mit spindelförmiger Rampe. Nötig wurde diese neue Erschließung, weil das historische Aufzug-Schiebebühnen-System nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden konnte. Dennoch blieben die Schiebebühnen und ihre Technik erhalten – auch wenn man sie heute nur noch per Hand bewegen kann. Nach denkmalpflegerischen Vorgaben wurden außerdem die ersten drei Parkboxen einer Reihe mit den sanierten ursprünglichen Rolltoren versehen.

 

Födersysteme mit Flair

Technik einer der Schiebebühnen (Bild: Architekturbüro Heinze)
Wenn auch funktionslos, blieben viele Details der Schiebebühnentechnik erhalten (Bild: Sika Deutschland GmbH)

Heute wird in den historischen Parkbuchen des Lichthofs nicht mehr geparkt – nur noch im historischen Anbau, erschlossen durch die neue Spindelauffahrt. Auf den oberen Etagen hat man einige Stellplätze stillgelegt, so dass noch 88 Parkboxen zur Verfügung stehen. Boxen in der unteren Etage können für Ausstellungen angemietet werden.

Kleine Einschränkungen mussten für den Brandschutz in Kauf genommen werden: Man überzog die senkrechten Träger der Halle mit Beton und entfernte die Holzdielen der Übergänge. Die Flächen zwischen den Stellplätzen, vor allem die Halle, werden heute gerne für Veranstaltungen genutzt. Denn mit viel Flair zeigt die Großgarage weiterhin ihre angestammte Nutzung – auch durch viele liebevoll erhaltene Details des besonderen Aufzug-Schiebebühnen-Systems.

 

Rundgang

Werfen Sie mit Sarah Huke – und Bildern der Sika Deutschland GmbH – einen Blick in die restaurierte Großgarage Halle Süd.

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Aufzugparken: Großgarage Halle

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Skulpturale Treppen aus Beton

Skulpturale Treppen aus Beton

Alexandra Apfelbaum sieht moderne Treppen als Skulptur, die im Inneren und Äußeren, durch Licht und Schatten, Form und Oberfläche inszeniert wird.

Skulpturale Treppen aus Beton

von Alexandra Apfelbaum (Heft 14/3)

Marl, Rathaus, Treppe am Sitzungstrakt (Van den Broek & Bakema, 1964-65) (Bild: Moritz Kappen)
Marl, Rathaus, Aufgang zum Sitzungssaal (1964-65, Van den Broek & Bakema) (Bild: Moritz Kappen)

„Der Beton gibt die getreuesten Abgüsse. Vielleicht noch getreuer als Bronze, und ist daher besonders geeignet, die Absicht des Bildhauers wiederzugeben.“ Le Corbusier hat mit diesen Worten nicht nur der Ästhetik und Wahrhaftigkeit des Betons gehuldigt, sondern ihn zum Material der bildenden Kunst schlechthin erhoben. Dieser besondere Baustoff sollte schließlich wie kein anderer die moderne Architektur prägen. Beton faszinierte durch seine konstruktiven und formalen Möglichkeiten ebenso wie durch seine breitgefächerten Ausdrucksmittel. Kein anderes Material vermochte es, Schwere und Grazie, Wucht und Eleganz so in sich zu vereinen.

 

Plastische Architektur

Aachen, Einhard-Gymnasium, Eingangshalle (1973, Architekt: Bruno Lambart) (Bild: A:AI Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW, Nachlass Bruno Lambart)
Aachen, Einhard-Gymnasium (1973, B. Lambart) (Bild: A:AI Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW, Nachlass B. Lambart)

Besonders in der späten deutschen Nachkriegsmoderne wurden zahlreiche Bauten völlig aus Beton durchgebildet. Ihre Architektur war außen wie innen durch Sichtbeton gekennzeichnet. Das Material entwickelte dabei – auf eine internationale brutalistische Weise – eine lastende Körperlichkeit und starke Plastizität.

Dabei bildeten sich fast schon zwangsläufig viele Detaillösungen heraus, die eine bildnerische Entwurfsarbeit einforderten und tatsächlich auch erhielten. Vor allem bei Details wie Dächern, Brüstungen und Treppenkörpern offenbarte der Baustoff Beton seine gesamte Ausdruckskraft. Das Kunstvolle lag nicht nur im Material begründet, sondern in der Form selbst: Treppen wurden zu Skulpturen.

 

Der inszenierte Weg

Als ursprüngliche Bauaufgabe war und ist die Treppe einem steten konstruktiven wie gestalterischen Wandel unterworfen. Im Verlauf ihrer Geschichte rückte die Form gegenüber der reinen Funktion oftmals in den Vordergrund. Barocke Treppenhäuser etwa wurden zur Repräsentation prachtvoll und monumental gestaltet.

Auch in den 1950er Jahren und darüber hinaus erfuhr der Treppenraum neue Aufmerksamkeit. Die Architekten stellten elegante geschwungene Treppen in aufwendig gestaltete Zentralräume. Mit farbigen Glasfenstern, Mosaiken, Terrazzoböden und filigranen Messinggeländern blieben die Treppen selbst jedoch eher körperlos. Sie stellten vielmehr einen inszenierten Weg dar, um den Blick des Betrachters zu lenken.

 

Die Treppe in der Fassade

Friedhof Brion in San Vito d’Altivole (Carlo Scarpa, 1969-78) (Bild: Chris Schroeer-Heiermann)
Friedhof Brion in San Vito d’Altivole (1969-78, C. Scarpa) (Bild: C. Schroeer-Heiermann)

In der späten Nachkriegsmoderne der 1960er und 1970er Jahre verschob sich schließlich das Interesse vom Treppenraum auf den Treppenkörper. Es entstand eine Vielzahl von Massivtreppen aus Sichtbeton, die sich zu einem zentralen Gestaltungselement vieler Innenräume und Fassaden. Der Architekt Carlo Scarpa beispielsweise verwendete das Treppenmotiv schon beinahe inflationär als stilisiertes plastisches Schmuckelement.

So zeigen sich z. B. am Friedhof Brion in San Vito d’Altivole (1970-73) innen wie außen zahlreiche Treppen – mit und ohne Funktion. Auch außenliegende Treppenkörper- und -türme dieser Zeit wurden stark plastisch durchgebildet. Eine Geste, die über den rein funktionalen oder technischen Einsatz des Baumaterials Beton hinausgeht und die Treppe als skulpturales Fassaden- und Bauelement inszeniert.

Eine besondere Bedeutung weist Gottfried Böhm der Treppe in der Fassade seines betonsichtigen Bensberger Rathauses (1962-72) zu. Nur bis zum fünften Geschoss ist der plastisch gestaltete Treppenturm tatsächlich zum Auf- und Abstieg nutzbar. Alles darüberliegende ist somit reine „Skulptur“. Der Zahnschnitt der Treppe und die ausgeprägte Turmspitze verstärken – im schalungsrauen reliefartigen Sichtbeton – das Spiel von Licht und Schatten, Tiefe und Flächigkeit.

 

Die Monumentalplastik im Innenraum

Ruhr-Universität Bochum, Eingangshalle der Bibliothek, (Bruno Lambert, 1972-74) (Bild: Universitätsarchiv Bochum, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, 74.0640, Foto: Heinz Lohoff)
Bochum, Universitätsbibliothek (1972-74, B. Lambart) (Bild: Universitätsarchiv Bochum, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, 74.0640, Foto: H. Lohoff)

In den monolithischen Betonarchitekturen der späten Nachkriegsmoderne entstanden große, zentrale, nutzungsoffene Hallen. In diesen lichtdurchfluteten Großräumen erhoben sich die Haupttreppen nun wie Monumentalplastiken. Die Treppe der Universitätsbibliothek Bochum (1972-74) von Bruno Lambart, die zu den Büchermagazinen führt, bildet das struktur- und sinngebende Element ihres Gebäudes.

Doch die zentral platzierte Massivtreppe ist weit mehr als ein reines Erschließungselement. Sie ermöglicht es dem Bibliotheksnutzer, das Gebäude in seiner Gliederung zu erfassen und sich in ihm durch vielfältige Ausblicke besser zu orientieren. Freitragend ausgeführt und mit einer betonten Untersicht versehen, konnte Lambart ihren plastischen Ausdruck besonders herausheben.Die rohe Materialität des Sichtbetons und eine leichte Überdimensionierung trugen gemeinsam zu einer klaren Formensprache bei, die mit ihrer Licht-Schattenwirkung noch heute einen visuellen Mehrwert für den Raum darstellt.

Solche plastisch ausgebildeten Treppenanlagen – wie beispielsweise in der Universität St. Gallen (1959-1963, mit Otto und Zwimpfer) des Schweizer Architekten und Bildhauers Walter M. Förderer oder auch in der Berufsschule in Ostendorf (1965-1969) von Bruno Lambart – werden noch stärker als Treppentürme durch ihre umgebende Architektur als Skulpturen inszeniert. Ihre Belichtung erfolgt nicht ausschließlich über Oberlichter, sondern z. B. in Ostendorf zusätzlich über eine zweiseitige Vollverglasung oder über weitere, in die Betonschalung eingebundene Lichtquellen.

 

„Es kommt drauf an, was man draus macht“

Universität St. Gallen, Treppe im Hauptgebäude im 1. Obergeschoss, nach der Sanierung (architekten: rlc ag, 2011) (Bild: Hanspeter Schiess)
Universität St. Gallen, Treppe im Hauptgebäude nach  der Sanierung (2011, architekten: rlc ag) (Bild: H. Schiess)

Welche Qualitäten die „Treppen-Skulpturen“ der späten Nachkriegszeit auch heute noch aufweisen, zeigen sensibel durchgeführte Sanierungen: von der Pädagogischen Akademie in Graz-Eggenberg (Günther Domenig und Eilfried Huth) bis zur hier bereits beschriebenen Universität St. Gallen. In beiden Fällen wird eine eindrucksvolle Eingangshalle von einer freitagenden, skulpturalen Betontreppe geprägt. Sie stellen eine baukünstlerische Lösung dar, die auch nach der Sanierung das architektonische Gesamtgefüge belebt. So lässt sich heute erleben, was ein Slogan der Zementindustrie in den 1970er Jahren verhieß: „Beton – es kommt drauf an, was man draus macht.“

 

Rungang

Gehen Sie mit Alexandra Apfelbaum Treppensteigen – skulptural natürlich.

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