Paul Schneider von Esleben die Zweite

Düsseldorf, Hanielsgarage  (Bild: Ralph Crane/The LIFE Picture Collection/Getty Images)
Düsseldorf, Haniel-Garage (Bild: Ralph Crane/The LIFE Picture Collection/Getty Images)

Am 23. August 2015 wäre der Architekt Paul Schneider von Esleben (oder kurz: P.S.E.) 100 Jahre alt geworden. Seine Bauten haben die Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre nachhaltig geprägt. Gerade in Nordrhein-Westfalen spiegelt sich diese Entwicklung in besonderer Weise. Deshalb nimmt das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI) das Jubiläumsjahr zum Anlass, sich in einer Ausstellung dem Arbeiten und Leben des Architekten zu widmen. Das Besondere: Es gibt zwei Ausstellungsorte, das Haus der Architekten (Architektenkammer NRW) und das von P.S.E. entworfene Mannesmannhochhaus.

Das heute vom Wirtschaftsministerium genutzte Hochhaus (Berger Allee 25, 40213 Düsseldorf) wird als Gesamtkunstwerk mit der Präsentation „Das Mannesmann – Architekturikone des Wirtschaftswunders“ zum größten Exponat der Ausstellung. Das Haus der Architekten (Zollhof 1, 40221 Düsseldorf) wiederum präsentiert P.S.E. mit dem Ausstellungsteil „Die Marke PSE – Architektur zwischen Erhalt und Abriss“ als Künstler, Architekt, Unternehmer und Persönlichkeit in der Düsseldorfer Gesellschaft. Zudem finden Besucher weitere P.S.E.-Projekte in unmittelbarer Reichweite: von der Rochus-Kirche über die Haniel-Garage und die Rolandschule bis zum ehemaligen Commerzbank-Gebäude. Beide Ausstellungsteile werden vom 23. August bis zum 25. September 2015 zu sehen sein. Zudem ist ein umfangreiches Begleitprogramm mit unterschiedlichen Partnern vorgesehen. (kb, 22.7.15)