Bereits am 31. Dezember 2025 ist der Architekt und Hochschullehrer Peter Faller im Alter von 94 Jahren gestorben. Er war vor allem für seine konzeptionellen Wohnsiedlungen bekannt, die von 1965 bis 1990 in der Stuttgarter Bürogemeinschaft Faller + Schröder (ab 1983 mit Christian Muschalek) realisierte. Faller studierte von 1951-1958 Architektur an der TH Stuttgart, unter anderem bei Günter Wilhelm, und war anschließend Lehrstuhl-Assistent bei Rolf Gutbrod, ehe er sich 1964 selbstständig machte. 1974 wurde er in den Bund Deutscher Architekten berufen, 1996 folgte die Mitgliedschaft in der Alvar-Aalto-Gesellschaft Helsinki.

Auch in der Lehre war Peter Faller engagiert: 1975 wurde er zum Thomas Jefferson Professor in Architecture an der University of Virginia ernannt, 1977 bis 1996 hielt er die Professor für Gebäudelehre und Entwerfen an der Universität Stuttgart inne und leitete das Institut für Wohnen und Entwerfen (IWE). Bekannt ist heute er vor allem für seine Terrassenbauten – teils als unmittelbarer Urheber, teil als Projektmitarbeiter. Sie entstanden unter anderem in Stuttgart-Rot, Marl und Bad Godesberg-Lyngsberg (gegen deren Unterschutzstellung die Bewohner:innen gerade zürnen). Auch in der Artchitekturtheorie reüssierte der gebürtige Lörracher: 1996, hervorgegangen aus einem Forschungsprojekt mit der Wüstenrot Stiftung, erschien „Der Wohngrundriss“ – eine Entwicklungsanalyse von Wohnformen und bald 30 Jahre nach der Erstauflage noch immer ein Standardwerk. (db, 18.1.26)

Marl, Hügelhaus II (Bild: Gunnar Klack, CC BY SA 2.0, 2017)

Marl, Hügelhaus IV (Bild: Gunnar Klack, CC BY SA 2.0, 2017)

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