Initiative fürs Diesterweg-Gymnasium

Clockwork Orange: seit 2011 steht das ehemalige Diesterweg-Gymnasium in der Berliner Badstraße leer (Bild: ps Wedding)
Clockwork Orange: Seit 2011 steht das ehemalige Diesterweg-Gymnasium in der Swinemünder Straße in Berlin leer (Bild: ps Wedding)

In Berlin-Wedding befindet sich ein herausragendes Beispiel der futuristischen Architektur der 1970er Jahre – noch! Das 1977 eröffnete Diesterweg-Gymnasium steht seit vier Jahren leer. Die Turnhalle wurde noch bis 2014 genutzt, ist nun aber ebenfalls dicht. 1971 aus einem Wettbewerb hervorgegangen, folgt das Ensemble des Architekturbüros Pysall-Jensen-Stahrenberg der Idee eines offenen Schulkonzepts mit flexibel angelegten Klassenräumen und großzügiger Erschließung: Dass außerschulische Funktionen wie die Stadtteilbibliothek und die Volkshochschule eingebunden wurden, dass Aula und Bühne als vielfältig nutzbares Forum dienten, machten die Schule zum Bildungszentrum fürs gesamte Quartier. Zum Schuljahr 2011/12 zog das Gymnasium um, mittlerweile zeigen sich Verfall und erste Vandalismusschäden am Gebäude.

Die Initiative ps Wedding startete nun einen Aufruf zu Erhalt und Neunutzung des stylishen Ensembles. Man halte das Schulgebäude „aufgrund seiner herausragenden Stellung in der jüngsten Architekturgeschichte, seiner architektonischen und baulichen Qualität sowie seiner quartiersprägenden Funktion innerhalb des Brunnenviertels […] für unbedingt erhaltenswert.“ Zu den 34 Erstunterzeichnern zählen u. a. der BDA Berlin, Kerstin Wittmann-Englert, Adrian von Buttlar, Harald Bodenschatz und Wolfgang Kil. (db, 14.5.15)