Seit Anfang Februar gibt es wieder Bewegung hinter den blinden Scheiben des Philosophicums (Bild: jr)

Philosophicum erlebt Turbo-Umbau

Philosophicum erlebt Turbo-Umbau

Seit Anfang Februar gibt es wieder Bewegung hinter den blinden Scheiben des Philosophicums (Bild: jr)
Seit Anfang Februar gibt es wieder Bewegung hinter den blinden Scheiben des Philosophicums (Bild: jr)

Jahrelang stand das Bauwerk leer, nun soll alles ganz schnell gehen. Auf dem ehemaligen Universitätscampus Bockenheim in Frankfurt hat der Umbau des denkmalgeschützten Philosophicums begonnen. Das ehemalige Seminargebäude der Goethe-Universität, 1959 nach Plänen Ferdinand Kramers gebaut, soll in Zukunft 239 Studentenappartements beherbergen. Dazu wird die gerade einmal 10 Meter tiefe Hochhausscheibe auf der Straßenseite um einen Annexbau ergänzt. Ästhetisch orientiert er sich an der Fassade des Philosophicums und fand auch die Zustimmung der Denkmalpflege.

Die Diskussion um die Zukunft des Baus war in den letzten Jahren leidenschaftlich geführt worden. Verschiedene Nutzungskonzepte standen im Raum und zwischenzeitlich schien der Abriss nicht mehr abzuwenden. 2012 besetzten wütende Studenten das Philosophicum, um auf die Paradoxie von Wohnungsnot und Leerstand in Frankfurt aufmerksam zu machen. 2014 fand sich mit Rudolf Muhr schließlich der jetzige Investor. Er plante schon damals,  das Bauwerk zu erhalten und zum Appartementhaus umzubauen, überwarf sich aber bei der Planung nach kurzer Zeit mit seinem Architekten Stefan Forster. Dies scheint nun vergessen, die zwischenzeitliche Aufkündigung der Zusammenarbeit wurde zurückgenommen. Nun nimmt das Projekt Fahrt auf: aktuell läuft die Schadstoffbeseitigung im Kramer-Bau, bereits Anfang 2016 sollen die ersten Appartements bezogen werden. (jr, 3.3.2015)