Pioniere des Brückenbaus

Pioniere des Brückenbaus (Bild: Park Books)
Die Brücken der Brüder Schmidt: funktional, technisch innovativ und nicht selten von großer Eleganz (Bild: Park Books)

Brücken sind äußerst nützlich (man kann mit ihnen die Seiten wechseln),  technisch anspruchsvoll (wie überspannt man eine möglichst große Strecke mit möglichst wenig Material) und im besten Fall auch schön (kann man nicht erklären, muss man sehen). Die beiden Ingenieure Ernst Schmidt (1914-90) und Albert Schmidt (1923-2007) sorgten für viele dieser guten Fälle: Ab 1948 verwirklichten sie herausragende Brücken wie die Johanniterbrücke in Basel, das Lopperviadukt in Stansstad, den Viaduc du lac de la Gruyère sowie andere Großprojekte in der Schweiz, in Deutschland, Brasilien und Süditalien.

Als eines der ersten Ingenieurteams wandte das Brüderpaar den Spannbeton und das sogenannte Freivorbauverfahren an. Sie entwickelte innovative  Brücken mit weit auskragenden Querrippen. Und sie schufen markante Hochbauten wie die St. Jakobshalle in Basel mit ihrem 90 Meter weit gespannten Hängedach aus Leichtbeton. Das neue, von Wendelin Schmidt herausgegebene Buch im Züricher Park-Books-Verlag würdigt erstmals umfassend die ingenieurtechnischen Leistungen der Brüder Schmidt – mit detaillierten Erläuterungen und zahlreichen historischen Fotografien, Zeichnungen, Plänen und Skizzen. Als Autoren konnten Lukas Abt, René Czechowski, Michel Donzel, Rolf Plattner und Wendelin Schmidt gewonnen werden. (kb, 21.2.15)

Schmidt, Wendelin (Hg.), Ernst und Albert Schmidt, Ingenieure. Pioniere des Brückenbaus, hg. von der Gesellschaft für Ingenieurbaukunst, Park Books, Zürich 2014, 300 Seiten, 403 Farb- und Schwarzweiß-Abbildungen, 30 x 24 cm, ISBN 978-3-906027-59-3.