Platte für die Modelleisenbahn

Die Platte hat es in Hobbykeller und Kinderzimmer geschafft - im Maßstab 1:90 für die Modelleisenbahn (Bild: Gebr. Faller GmbH)
Die Platte hat es in Hobbykeller und Kinderzimmer geschafft – als Plastikmodell im Maßstab 1:90 (Bild: Gebr. Faller GmbH)

Die große Welt im Kleinen darzustellen – darin liegt ein Faszinosum der guten, alten Modellbahn. Der Häuschen-Produzent Faller hat jetzt die gesamtdeutsche Architekturgeschichte in Miniatur konstruiert: Die DDR-Plattenbauten des Typs P2 kann man sich – nun, da sie in der Realität großteils abgerissen oder umgestaltet sind – in voller Pracht in Hobbyraum und Kinderzimmer holen. Es gibt eine ganze Produktreihe: von der „Basispackung“, mit der man Häuser in verschiedenen Geschosszahlen errichten kann über die kleineren Gebäudetypen P2/5, bis zur knallbunten limitierten Sonderserie des P2/5 in Fassadengestaltung des Pop-Art-inspirierten Künstlers Carsten Kruse.

Die Wohnbauten des Typs P2 entstanden nach Entwurf eines Architektenkollektivs  dem unter anderem Achim Felz, Herbert Kuschy und Wilfried Stallknecht angehörten. Das erste Gebäude wurde 1961 in Berlin-Lichtenberg errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. In Variationen wurden die „Platten“ bis Anfang der 1990er gebaut. Das „P“ im Namen steht für „parallel“ (die tragenden Wände sind parallel zu den Fassadenflächen angeordnet), die Ziffer 2 verweist auf zwei Aufgänge in einem Gebäude, die Zahl hinter dem Schrägstrich gibt die Anzahl der Etagen an. (db, 25.11.14)