Am vergangenen Wochenende waren die Kupferdieb:innen aktiv: Sie stahlen Kupferplatten von einer der Türen der Heilig-Kreuz-Kirche in Bocholt. Der 1937 nach Plänen von Dominikus Böhm fertiggestellte Bau wurde im vergangenen Jahr profaniert. Schon 2022 hatte man vor Ort bekannt gegeben, dass die denkmalgeschützte Kirche aufgegeben werden soll, eine Nachnutzung wurde breit diskutiert.
2023 war eine Umwandlung zur Kletterkirche durch den Alpenverein im Gespräch, auch eine koptisch-orthodoxe Gemeinde meldete Interesse an. In einem Wettbewerb setzte sich das Konzept zur Neunutzung als Kindertagesstätte durch. Dafür soll der Bau teils horizontal unterteilt und das umliegende Areal zusätzlich mit Büro- und Wohnbauten nachverdichtet werden. Der Bau selbst soll, abgesehen vom Verlust der Kupferplatten, beim aktuellen Diebstahl nicht zusätzlich beschädigt worden sein. Doch Blutspuren sollen davon zeugen, dass die Dieb:innen wohl gewaltsam zu Werke gingen. (kb, 16.8.26)

Bocholt, Hl. Kreuz, eine der kupferbeschlagenen Türen vor dem Diebstahl (Bilder: Ralf Krob, 2022)


