Jüdisches Bauen, allen voran der Typus der Synagoge, war und ist nicht losgelöst von den Stilformen ihrer jeweiligen Zeit. Und dennoch, sie stand und steht immer wieder neu vor der Aufgabe, ihre ganz eigenen Ausdrucksformen auszubilden. Das konnte eine besonders innovative internationale Moderne bedeuten, oder der Verweis auf „orientalische“ Motive. Schon die Lage – ob repräsentativ im Zentrum oder eher an den Rand gerückt – spricht für die jeweilige Stellung jüdischer Gemeinden in ihren Städten und Dörfern. Diesen Fragen, wie vernetzt und wie eigenständig waren und sind Bauten der jüdischen Gemeinschaften, wie waren und bleiben sie sichtbar, geht die Ausstellung „Platz finden“ ab dem 7. August 2026 im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) im Kulturpalast Dresden nach.

In der Ausstellung werden Fotografien, analoge und digitale Modelle gezeigt, die sich um zerstörte, neue und erhaltene Synagogen in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Plauen und Görlitz drehen. Ein digitaler Rundgang wurde eigens von der TU Darmstadt erarbeitet. Hinzu kommen Exponate und eine thematisch verwandte Installation der Dresdner Künstlerin Susan Donath. Die Ausstellung ist nach der Eröffnung am 6. August um 19 Uhr zu sehen bis zum 17. September 2026 im ZfBK (Schloßstraße 2, 01067 Dresden). In der Folge wird die Präsentation zu sehen sein im SMAC (Sächsisches Landesmuseum für Archäologie) in Chemnitz sowie in Plauen, weitere sächsische Stationen sind geplant. (kb, 2.8.26)

Plauen, Synagoge, Frauengalerie (Foto: Fritz Nowotny, Copyright: Stadtarchiv Plauen)

Plauen, Synagoge, Frauengalerie (Foto: Fritz Nowotny, Copyright: Stadtarchiv Plauen)

Chemnitz, Synagoge (Bild: Werner Huthmacher, Berlin)

Chemnitz, Synagoge (Bild: Werner Huthmacher, Berlin)

Chemnitz, Synagoge (Bild: Werner Huthmacher, Berlin)

Chemnitz, Synagoge (Bild: Werner Huthmacher, Berlin)

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