Potsdamer „Minsk“ in der Diskussion

Potsdam, Restaurant Minsk (Bild: historische Postkarte, nach 1977)
Das Terrassenrestaurant „Minsk“ am Potsdamer Brauhausberg (Bild: hist. Postkarte, nach 1977)

Am 4. September 2014 – meldet ostmoderne.org unter Berufung auf die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) – hat sich die Fraktion „Die Linke“ erneut für den Erhalt des „Minsk“ ausgesprochen. Das moderne Terrassenrestaurant wurde 1977 – zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution – am Potsdamer Brauhausberg eröffnet. Mit dem gestaffelten Flachdachbau ergänzte der Architekt Karl-Heinz Birkholz (mit Wolfgang Müller) die ebenfalls von ihm geplante geschwungene Schwimmhalle aus dem Jahr 1971.

Die moderne Anlage befindet sich aktuell im Umbruch: Auf dem Gelände sollen eine neue Schwimmhalle und „Stadtvillen“ entstehen. Die Initiative „Pro Brauhausberg“ engagierte sich – ebenso wie der Architekt Christian Wendland – 2011 verstärkt für den Erhalt und eine Unterschutzstellung des gesamten DDR-Ensembles. Für das „Minsk“ werden aktuell verschiedene Konzepte und Investoren diskutiert: Der Landessportbund Brandenburg will das ehemalige Restaurant zur „bewegungs- und gesundheitsorientierte[n] Kindertagesstätte“ umgestalten. Zeitgleich sollen die Stadtwerke Potsdam – so die MAZ – mit drei weiteren Bewerbern im Gespräch sein. Derweil steht das „Minsk“ weiter leer und verfällt.  (kb, 7.9.14)