Wuppertal-Elberfeld, Fußgängerzone, 1976, (Bild: Bundesarchiv B 145 Bild F049396-0010, CC BY SA 3.0.de, Foto: Detlef Gräfingholt)

Produkt Altstadt

Altstädte sind eine neue Schöpfung – sie wurden von modernen Strömungen, von der Heimatschutzbewegung bis zur Postmoderne, „gemacht“. Und heute ist die europäische Stadt wieder ein Erfolgsmodell. Weltweit entstehen Viertel mit „altstädtischem“ Charakter. Die Unterscheidbarkeit zwischen historischen Stadtzentren und deren Nachahmern scheint unerheblich zu werden. Aus welchen Quellen speist sich diese Bewegung? Vom 7. bis zum 9. Mai 2015 widmet sich die Universität Bamberg (Lehrstuhl für Denkmalpflege/Heritage Sciences, Institut für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte) dieser Frage mit der Tagung „Produkt Altstadt – The Making of the Old Town. Eine Bestandsaufnahme“.

Einige Fachvorträge beleuchten internationale Vergleichsbeispiele, so den Denkmalbestand in Japan, die Entwicklung in Seoul, die Altstadtsanierung in Straßburg, die moderne Städtebautheorie in Italien, die Veränderungsprozesse in Belgrad und Sarajevo oder die Erfassung des Denkmalbestands in Zürich. Vor diesem Hintergrund werden bundesdeutsche Fragestellungen beleuchtet: vom Altstadtbegriff eines Theodor Fischer über die Bedeutung der Heimatschutzarchitektur in Soest oder das bürgerschaftliche Engagement zwischen Denkmalpflege und Rekonstruktion bis hin zur Altstadtsanierung in Hannover zwischen 1934 und 1939. Veranstaltungsort ist die Otto-Friedrich-Universität Bamberg (An der Universität 7, Raum U7/01.05, 96047 Bamberg). Die Vorträge sind öffentlich, eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (kb, 19.4.15)

Wuppertal-Elberfeld, Fußgängerzone, 1976, (Bild: Bundesarchiv B 145 Bild F049396-0010, CC BY SA 3.0.de, Foto: Detlef Gräfingholt)