Rolf Ramcke

Hannover, Musikhochschule (Bild: Axel Hindemith)
Hannover, Musikhochschule (Bild: A. Hindemith)

Wer nach dem Zweiten Weltkrieg als Architekt für die staatliche Bauverwaltung arbeitete, hatte gute Karten: In den 1960er und 1970er Jahren wurde noch viel und groß gebaut. Ein Baubeamter konnte gestalten, statt wie heute häufig auf das Verwalten beschränkt zu werden. Ihre Namen sind aber inzwischen allzu oft hinter dem der Baubehörde verschwunden. Zu Unrecht, wie die Monographie über den Architekten Rolf Ramcke nun belegt.

Ramcke arbeitete in Hannover für das Hochbauamt. Gleich mit seinem ersten Projekt, einem Kindergarten, machte er auf sich aufmerksam. Es folgten Großprojekte wie die Staatliche Hochschule für Musik und Theater (1973), die Erweiterung der Stadtbibliothek Hannover oder das Haus der offenen Tür Vahrenheide. Als Herausgeber bündelt Christoph Tempel die Hauptwerke Ramckes in Wort und Bild. Ergänzend wurden Interviews mit dem Architekten, Texte von und über Ramcke zusammengestellt. (kb, 10.11.14)

Tempel, Christoph (Hg.), Rolf Ramcke. Bauten und Projekte der 60er bis 90er Jahre, Jovis Verlag, 2014, gebunden, 300 Seiten, 24,5 x 29 cm, ISBN 978-3-86859-234-4.