Rudolf Horn, Montagemöbel der Deutschen Werkstätten (MDW), 1968 (Bild: VEB Möbelkombinat Deutsche Werkstätten Hellerau, Foto: 1968)

Rudolf Horn: Wohnen als offenes System

Fast 30 Jahre lang wurde das erfolgreichste Design von Rudolf Horn (* 1929) produziert: Das 1966/67 gemeinsam mit Eberhard Wüstner für die VEB Deutsche Werkstätten Hellerau entwickelte Montagemöbel Deutsche Werkstätten (MDW) ging 1968 in die Serienfertigung. Dabei sollte die sogenannte MDW-Wand nicht als fertiges Möbel, sondern als variabel-funktionales Baukastensystem erst unter den Händen des Nutzers, erst in der eigenen Wohnung seine individuelle Form annehmen.

Die Dresdener Ausstellung „Rudolf Horn – Wohnen als offenes System“ stellt nun genau diesen sozial-gestalterischen Ansatz von Horn in den Vordergrund: „Variabilität“, „Freiheit für den Nutzer“ und „der Nutzer als Finalist“. Daher können die Besucher nicht allein fertige Entwürfe und deren Geschichte besichtigen, sondern auch in einem „partizipativen Wohnlabor“ die Horn’schen Ideen interaktiv nachempfinden. Die Ausstellung ist im Kunstgewerbemuseum Dresden (Schloss Pillnitz) vom 24. August bis zum 3. November 2019 zu sehen. In Vorbereitung darauf sucht das Museum noch nach persönlichen Geschichten zum Leben mit dem Montagemöbel Deutsche Werkstätten (MDW) von Rudolf Horn. (kb, 12.8.19)

Rudolf Horn, Montagemöbel der Deutschen Werkstätten (MDW), 1968 (Bild: VEB Möbelkombinat Deutsche Werkstätten Hellerau, Foto: 1968)