Ruhr-Universität Bochum unter Schutz

Bochum, Universität, Naturwissenschaftliches Institut (Eller-Moser-Walter, 1972) (Bild: Universitätsarchiv , Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, 72.0593, Copyright: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW)
Herbe Schönheit: die Bochumer Universitätsbauten, hier das Naturwissenschaftliche Institut (Eller-Moser-Walter, 1972), wie sie Alexandra Apfelbaum in ihrem Beitrag bei moderneREGIONAL beschrieb (Bild: Universitätsarchiv, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, 72.0593, Copyright: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW)

Jetzt ist es offiziell: Die Ruhr-Universität Bochum steht unter Denkmalschutz. „Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Eintragung in die Denkmalschutzliste der Stadt Bochum veranlasst“, meldet am 3. Dezember „westfalen-heute.de“. Bei vielen dürfte diese Nachricht zunächst Kopfschütteln auslösen. Zwar hat es die Bochumer Sichtbetonorgie schon von der fachlichen Anerkennung bis zur Krimikulisse gebracht, doch haftet dem Ensemble immer noch der Ruf von Unwirtlichkeit an.

Gegründet vor 50 Jahren, entworfen vom Architekten Helmut Hentrich, bildete die Ruhr-Universität die erste Hochschule im Ruhrgebiet und die erste Universitätsgründung der Bundesrepublik. „Kurze Wege sollten es Studierenden ermöglichen, auch ganz unterschiedliche Fächer zu kombinieren“, zitiert „westfalen-heute“ Dr. Hans Hanke, der beim Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe für die Unterschutzstellung zuständig ist. Demnach hat die Behörde auch für weitere westfälische Städte Bauten der 1960er und 1970er Jahre im Blick, darunter das Marler Rathaus. (kb, 4.12.15)