Berlin-Pankow, Rundlokschuppen (Bild: Doris Antony, CC-BY-SA 3.0)

Rundlokschuppen vorm Abbruch

Rundlokschuppen vorm Abbruch

Berlin-Pankow, Rundlokschuppen, Bild: Doris Antony, CC-BY-SA 3.0
Anno 2008 sah der Pankower Rundlokschuppen (1893) noch so aus, mittlerweile ist die Dachkonstruktion durch Vandalen stark beschädigt (Bild: Doris Antony, CC BY SA 3.0)

Gerade zwei runde Lokomotivschuppen gibt es noch in Deutschland. Beide stehen in Berlin und beide sind seit Jahren dem Verfall preisgegeben. Auch, dass diese letzten Zeugen eines schon Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr weiterverfolgten Technik-Konzepts unter Denkmalschutz stehen, rettet sie nicht. Die Bahn kümmerte sich beim BW Berlin-Pankow ebensowenig um Erhalt und Sicherung wie der heutige Besitzer, der auf dem Gelände des ehemals angrenzenden Güterbahnhofs das Stadtentwicklungsgebiet „Pankower Tor“ mit Einkaufszentrum und Schule plant. Der Lokschuppen sollte Aula des neuen Schulgebäudes werden – hieß es 2010.

Das Land Berlin, der Bezirk Pankow und die Krieger Grundstück GmbH als Investor haben sich Anfang September 2016 nun über den Rahmenvertrag zum Stadtentwicklungsgebiet verständigt. Der Anwalt des Investors, kündigte nach Informationen des Berliner Tagesspiegels während dieses Termins die Vorbereitung von drei Abrissanträgen das denkmalgeschützte Ensemble aus zwei Lokschuppen und einem Sozialgebäude am S-Bahnhof Heinersdorf an. Zuvor hatten die Denkmalschützer des Bezirks Pankow die Krieger Grundstück GmbH als Besitzerin der Immobilien aufgefordert, endlich Erhaltungsmaßnahmen für die seit 25 Jahren dem Verfall preisgegebenen Gebäude einzuleiten. Die Zukunft des (beinahe) einzigartigen Rundbaus ist offener denn je. (db, 19.9.16)