Der Schacht Lerche war ein zentraler Bergwerksschacht des erst 1998 durch einen Zusammenschluss entstandenen Bergwerks Ost in Hamm. Ursprünglich war er Schacht 7 der Zeche Königsborn, Teufbeginn war 1971, zwei Jahre später ging erin Betrieb. Am 30. September 2010 wurde die Anlage stillgelegt. Zu diesem Zeitpunkt war das Hammer Bergwerk das einzige in Deutschland, das noch die hochpreisige Kokskohle förderte. Die Betriebseinstellung erfolgte aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, die Lagerstätten sind tatsächlich noch nicht erschöpft: Bis in 1500 Meter Tiefe lagert noch Kohle, die für weitere 25 Jahre Abbaubetrieb gereicht hätte. Seit längerer Zeit ist der Abbruch der in dieser Form nur rund 9 Jahre betriebenen Anlage geplant. Nun steht er bevor.

Aufgrund seiner Bedeutung für die Industriegeschichte und der außergewöhnlichen Ausführung sollte das Schachtgerüst von 1985 nach dem Willen des LWL eigentlich unter Denkmalschutz gestellt werden. Es stammt ursprünglich vom damals neu geteuften Schacht VII der Zeche Haus Aden in Werne-Langern. 2001 wurde der 136 Tonnen schwere Förderturm dort abgebaut und ins 35 Kilometer entfernte Hamm transportiert und Ende September 2002 wieder in Betrieb genommen. Nach längeren Verhandlungen wurde der Denkmalschutz für den „Golfschläger“ genannten Turm schließlich verworfen, mit der Auflage an die RAG, eine „historische Recherche“ zum Schacht zu erstellen und ihn so für die Nachwelt zu dokumentieren. Auch ein erhoffter Verkauf des Schachtgerüsts kam nicht zustande, sodass jetzt die Schneidbrenner anrücken. Im Frühjahr wird der Abbruch starten. Auf dem 8,6 Hektar großen Areal sollen Wiesen, Kleingewässer und Biotope entstehen, teilt der neue Eigentümer GreenZero auf seiner Website mit. (db, 20.1.26)

Hamm, Schacht Lerche (Bild: Spantax, CC BY-SA 3.0)

Hamm, Schacht Lerche (Bild: Spantax, CC BY-SA 3.0)

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