Seit im Winter 2023 das Dach der Kasseler Elisabethkirche eingestürzt ist, sind kirchliche Bauämter in Alarmbereitschaft. Damit sind vor allem Leimbinderkonstruktionen in den Blick gekommen, wie sie gerne in Versammlungsbauten der 1960er Jahre zum Einsatz gekommen sind. In Niedersachsen hat die Hannoversche Landeskirche daher bereits (vorerst) erste Kirchen geschlossen, die von Einsturzgefahr bedroht zu seinen scheinen. Von rund 380 Gottesdiensträume der Nachkriegszeit in der Landeskirche seien rund zehn Prozent im engeren Blick, erklärte Baudirektorin Benita Albrecht gegenüber der „Evangelischen Zeitung“. Als Kriterien zur Überprüfung dienen, so Albrecht, technische Daten: mehr als zwölf Meter Spannweite und mehr als sechs Meter Überstände sowie ein Blick auf weitere Faktoren wie Feuchtigkeit.

Nach einem ersten Aktenstudium liefen jetzt vor Ort die näheren Begutachtungen – und wo dies nicht zeitnah möglich sei, könne man auch vorsorglich die Nutzung einfrieren, bekräftigt Albrecht. Aktuell seien sechs Kirchen bereits (vorerst) geschlossen. Darunter finden sich Bauten wie die Christuskirche (1964, Jürgen Lenssen/Leo Pfisterer) in Herzberg im Harz oder die Pauluskirche (1966) in Bad Lauterberg im Harz – sowie Hochkaräter wie Heilig Geist (1962, Alvar Aalto) und Pauluskirche (1960, Gerhard Langmaack) in Wolfsburg sowie die Zwölf-Apostel-Kirche (1967, Dieter Oesterlen) in Hildesheim. Einige dieser Standorte standen bereits vor dem Kasseler Dacheinsturz in der Schließungsdebatte. (kb, 7.12.25)

Wolfsburg, Heilig-Geist-Kirche (Bild: Vanellus, CC BY-SA 3.0)

Wolfsburg, Hl. Geist (Bild: Vanellus Foto, CC BY SA 3.0, 2013)

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