Ludwigsparkstadion, Saarbrücken (Bild: Sascha Brück, CC BY SA 3.0)

Schlusspfiff im Ludwigspark

In Saarbrücken geht es dem Ludwigsparkstadion an den Kragen. Die 1953 eröffnete Sportarena wird bis 2018 umfassend „saniert“  –  tatsächlich bedeutet dies einen weitgehenden Abriss. Lediglich die Gegengerade und die historische Stadionuhr sollen in den geplanten Neubau integriert werden. Für einzelne historisch interessante Versatzstücke – die Bänke stammen etwa teils noch aus den 1950ern –  ist zu einem späteren Zeitpunkt zudem eine Versteigerung geplant. Für den Ludwigspark bedeutet die Maßnahme eine Schlankheitskur: er wird zu einem reinen Fußballstadion mit deutlich reduzierter Zuschauerkapazität (16.000 statt 35.000 Zuschauer) umfunktioniert.

Tatsächlich hat das Stadion seine großen Tage hinter sich. Zu den Spielen der Heimmannschaft, des momentan viertklassigen 1. FC Saarbrücken, kommen selten mehr als 5000 Zuschauer, auf den unüberdachten Stehplätze wuchert das Unkraut. Doch das war nicht immer so: 1954 war das Stadion Austragungsort eines WM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen das damals unabhängige Saarland. 53 000 Zuschauer drängten in das überfüllte Stadion, um eine 1:3-Niederlage gegen den späteren Weltmeister zu sehen. (jr, 15.2.16)

Das Ludwigsparkstadion mit seinen charakteristischen unüberdachten Stehplätzen (Bild: Sascha Brück, CC-BY-SA 3.0)