Ein Ersatzneubau soll es werden, wenn in Berlin die Schönhauser-Allee-Brücke in Angriff genommen wird. Das Viadukt ist Teil eines größeren Verkehrsprojekts des späten 19. und 20. Jahrhunderts: 1886 in mehreren Stufen errichtet, wurden Teile der U-Bahnlinie A (später U2) in den Jahren 1913 und 1927 eröffnet. 1962 ergänzte man einen Tunnel zwischen S- und U-Bahn, in den 1990er Jahren kamen – neben einer umfangreichen Sanierung – vor allem die Schönhauser Allee Arcaden hinzu.

Mit den Jahren sei, so die Stadt Berlin, das betroffene Viadukt in der Schönhauser Alle – genauer gesagt: es handelt sich um einen jüngeren, nicht denkmalgeschützten Teil der Anlage, der den S-Bahn-Graben überspannt – am Ende seiner Lebensdauer angekommen und müsse nun durch einen Neubau ersetzt werden. Mit der umfangreichen Maßnahme will man die Konstruktion nicht nur erneuern, sondern auch die Barrierefreiheit fördern, den Umstieg zwischen U- und S-Bahn stärken sowie den Radverkehr organischer einbinden. Mehrfach wurde der Zeitplan für das Großprojekt angepasst. War 2023 vom Rückbau im Jahr 2025 die Rede, wurde der Abriss der Bestandsbrücke nun weiter nach hinten verlagert. Vorbereitende Maßnahmen seien aber, so die Presse, Ende 2026 vorgesehen. Insgesamt verkürze sich allerdings die Bauzeit, sodass optimistische Stimmen für 2030 mit der fertigen neuen Brücke, für 2032 mit dem Abschluss der Gesamtmaßnahme rechnen. So will man auch die Beeinträchtigungen im ÖPNV, etwa die Unterbrechung von Verkehrslinien, auf das notwendige Minimum beschränken. (kb, 7.6.26)

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